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Eishockey Lehren aus dem missglückten WM-Auftakt des DEB-Teams
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05:03 06.05.2018
Frederik Andersen (r) stoppt einen Angriff von DEB-Akteur Yasin Ehliz. Der dänische Torwart glänzte im Spiel gegen Deutschland. Quelle: Petr David Josek/ap
Herning

Eishockey-Bundestrainer Marco Sturm lächelte etwas gequält. Mit 2:3 nach Penaltyschießen hatte seine nach der Olympia-Sensation stark veränderte und verjüngte Auswahl unglücklich den WM-Auftakt gegen Gastgeber Dänemark verloren.

Damit nahm das Team mit nur noch zehn Silbergewinnern zwar einen Punkt mit, doch gleich zum Auftakt endete ein wichtiges Spiel auf dem angestrebten Weg ins dritte WM-Viertelfinale nacheinander ohne den erhofften Sieg. „Ich bin zufrieden“ sagte Sturm dennoch. „Es ist alles nicht so einfach, es ist eine neue Truppe. Es war doch für viele was ganz Neues.“

DARAN HAT ES GELEGEN: Am Ende war es auch Pech. In der Penalty-Lotterie konnte keiner der deutschen Schützen den dänischen NHL-Torwart Frederik Andersen überwinden. „Wenn du verlierst, meinst du, die Welt geht unter. Und wenn du gewinnst, meinst du, du bist der König“, sagte NHL-Verteidiger Korbinian Holzer. „Deshalb müssen wir schauen, dass wir von den Emotionen jetzt neutral bleiben und nicht die Köpfe so hängen lassen.“

DAS MUSS BESSER WERDEN: Das Spiel in Über- und Unterzahl. Die Dänen hatten viermal einen Mann mehr auf dem Eis - und waren zweimal erfolgreich. Sturms Team nutzte dagegen seine zwei Überzahlsituationen nicht zu einem Treffer. „Die Special Teams haben heute den Unterschied gemacht“, sagte Verteidiger Jonas Müller und haderte zudem: „Wir haben eindeutig zu wenig Pucks zum Tor gebracht.“ Auch Sturm forderte mehr Drang zum Tor. Abwehrspieler Holzer setzt auch darauf, dass die Abstimmung noch besser wird.

DER SCHLÜSSELSPIELER: Leon Draisaitl. Der 22 Jahre alte NHL-Stürmer bewies gleich zum WM-Auftakt seine Extraklasse und sorgte mit einem Treffer und einer Vorlage dafür, dass sein Team die Möglichkeit hatte, die Partie für sich zu entscheiden. Auch in den kommenden Partien wird viel vom Ausnahmekönner der Edmonton Oilers abhängen. „Zu Leon muss man nicht viel sagen. Das ist unser bester Spieler. Mit Abstand. Wenn der auf dem Eis steht, ist das immer gefährlich“, sagte NHL-Verteidiger Korbinian Holzer. „Er sticht raus.“

DIE PERSPEKTIVE: Nach einem spielfreien Samstag steht der Weltranglisten-Siebte am Sonntag gegen Norwegen unter Druck. Auch dies ist ein Spiel, in dem für das Weiterkommen gepunktet werden muss, erst recht nach dem misslungenen Auftakt. „Wir gehen unseren Weg weiter“, sagte Sturm.

dpa

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