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Eishockey Sturm erfreut über NHL-Verstärkung - Draisaitl vor WM-Einsatz
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13:12 13.05.2017
Leon Draisaitl steht vor seinem Einsatz bei der WM. Quelle: Maja Hitij
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Frankfurt/Main/Köln

Der vermeintliche Heilsbringer ist da. Eishockey-Weltklassespieler Leon Draisaitl ist am Samstagvormittag in Frankfurt am Main gelandet und auf dem Weg zur WM in seiner Heimatstadt Köln.

„Ich freue mich riesig. Ich bin in Köln groß geworden, das ist auch für mich etwas ganz Besonderes“, sagte der 21 Jahre alte NHL-Star der Edmonton Oilers nach seiner Landung.

Und in Torhüter Philipp Grubauer wird noch ein weiterer NHL-Profi erwartet. Vor allem Draisaitl soll nun den entscheidenden Impuls zur Viertelfinal-Qualifikation geben. „Das ist wie im Basketball, wenn ein Dirk Nowitzki kommt. Das ist nicht nur für uns, sondern für ganz Deutschland etwas Besonderes“, sagte Sturm. „Leon kann den Unterschied machen.“

Draisaitl will diese Rolle annehmen. „Ich spüre keinen Druck. Es gibt keine Ausreden hier. Ich bin gekommen, um dem Team zu helfen“, sagte der Ausnahmestürmer, der nach dem Playoff-Aus der Oilers in der nordamerikanischen Profiliga nachnominiert worden war.

Ob der Star-Stürmer und Playoff-Topscorer der Oilers aber bereits am Abend im sechsten Vorrundenspiel gegen Italien auflaufen kann, ließ Draisaitl nach dem strapaziösen Flug noch offen. „Das wird man sehen. Wenn, wird es ein eiskalter Start, aber das ist kein Problem.“

Auch den 25 Jahre alten Grubauer von den Washington Capitals hatte der DEB wegen einer Verletzung von Thomas Greiss nachnominiert. Der umstrittene Keeper der New York Islanders dürfte bei der WM wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Sturm betonte am Samstag jedoch erneut, dass dies nichts mit dem Wirbel um den 31-Jährigen wegen dessen im Internet geäußerten Zustimmung zu rechtsgerichteten Inhalten zu tun hat. „Es wäre mir auch lieber gewesen, Thomas hätte hier durchspielen können. Er ist aber angeschlagen“, sagte Sturm.

Ein Einsatz Grubauers gegen Italien ist aber unwahrscheinlich. Voraussichtlich dürfte erneut Danny aus den Birken vom EHC Red Bull München im Tor stehen. Mitspielen soll auch Verteidiger Moritz Müller, der sich beim 2:3 nach Verlängerung am Freitagabend gegen Dänemark verletzt hatte. Die Blessur stellte sich aber als nicht dramatisch heraus, einen Belastungstest am Morgen bestand Müller.

Nach den Nachnominierungen ist der WM-Kader mit 25 Spielern nun komplett. Torhüter Felix Brückmann aus Wolfsburg und Verteidiger Sinan Akdag aus Mannheim reisten bereits am Freitagabend ab. Beide hatte Sturm zunächst nicht für die WM gemeldet.

Das Spiel gegen Italien muss Deutschland gewinnen, um die Chance auf das Viertelfinale zu wahren. „Ich habe ein gutes Gefühl. Hoffentlich kommt es dann zum großen Endspiel gegen Lettland am Dienstag“, sagte Sturm.

dpa

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