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Sportmix Emily Bölk – ein Wunderkind eifert seiner Mama nach
Sportbuzzer Sportmix Emily Bölk – ein Wunderkind eifert seiner Mama nach
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00:06 24.11.2017
Leverkusen

. Vor einigen Tagen saß Emily Bölk mit Mama Andrea im heimischen Wohnzimmer und schwelgte in goldenen Erinnerungen. Im Internet war die 19 Jahre alte Handball-Nationalspielerin auf ein Video vom WM-Finale 1993 gestoßen. „Das haben wir uns an dem Abend komplett reingezogen. Das war schon cool“, erzählt Bölk.

Die Mutter war vor 24 Jahren mit dabei, als sich die DHB-Auswahl gegen Dänemark in der Verlängerung bisher letztmals zum Weltmeister krönte. Gegen einen ähnlichen Triumphzug hätte Tochter Emily bei der bevorstehenden Heim-WM natürlich nichts einzuwenden. „Ich gucke mir Mamas Goldmedaille immer wieder gerne an. Die ganze Story dazu ist aufregend“, sagt die Team-Jüngste der deutschen Mannschaft.

„Es wäre überragend, wenn ich in ihre Fußstapfen treten könnte.“

Zunächst gilt es aber, sich einen festen Platz im WM-Aufgebot zu erkämpfen. Dazu bieten sich beim Länderspiel-Doppelpack heute in der Slowakei und morgen in Dresden gegen Island die letzten Gelegenheiten. „Mein Traum ist es, bei der WM dabei zu sein“, sagt Bölk. Sollte dies gelingen, hat sie einen klaren Endrundenplan: „Ich will meine Leistung abrufen, in jedem Spiel an mein Limit gehen und der Mannschaft helfen. Und wertvolle Erfahrungen machen.“

Die Fernstudentin, die in ihrer Freizeit gern reist, mit Freunden rumhängt oder mit ihrer Mutter shoppen geht, gilt als das Wunderkind des deutschen Frauen-Handballs. Mit 16 debütierte sie beim Buxtehuder SV in der Bundesliga, mit 18 in der Nationalmannschaft. „Als mich Bundestrainer Michael Biegler damals geholt hat, dachte ich: In welchem Film bin ich denn hier? Das war ein riesiger Sprung“, erklärt Bölk.

Der schnelle Aufstieg ist ihr nicht zu Kopf gestiegen. Sie empfindet ihn vielmehr als ein Privileg. „Ich bilde mir nichts darauf ein“, sagt die 1,82 Meter große Rückraumspielerin. Die hohen Erwartungen empfindet sie nicht als Last – genauso wenig wie die Erfolge ihrer Mutter. Die bestritt immerhin 201 Länderspiele und mehrere Großturniere.

„Ich vergleiche mich nicht mit meiner Mama und sage, ich muss unbedingt zweimal zu Olympia und muss unbedingt Weltmeister werden – auch wenn ich natürlich alles gerne mitnehme, was kommt“, sagt Bölk, die aus einer sportbegeisterten Familie stammt.

Ihre Eltern, Andrea und Matthias Bölk, spielten einst für Empor Rostock, ihre Oma Inge war Nationalspielerin und Opa Klaus-Peter Stein schnürte als Fußballer die Töppen für die TSG Wismar und den FC Hansa Rostock.

„Mein Hauptziel ist es, meinen eigenen Weg zu gehen“, sagt Emily Bölk. Das ist ihr bisher gelungen. Nun winkt mit erst 19 schon das erste Highlight – die WM vor heimischem Publikum. „Das ist etwas ganz Besonderes, was nur wenige Sportler erleben dürfen, und kann eigentlich nur noch von Olympia getoppt werden“, sagt Bölk.

Ihre Eltern und ihre Oma haben schon Tickets für das Final-Wochenende gekauft. Für die Tochter ist das ein zusätzlicher Ansporn: „Es wäre überragend, wenn wir auch dorthin kommen würden.“

Eric Dobias/stefan Ehlers

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