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Empor-Chef räumt ein: Ganz klar unser Fehler

Rostock Empor-Chef räumt ein: Ganz klar unser Fehler

Füchse Berlin — das wäre der Preis des Handball-Zweitligisten HC Empor in der zweiten Runde des DHB-Pokals gewesen.

Rostock. Füchse Berlin — das wäre der Preis des Handball-Zweitligisten HC Empor in der zweiten Runde des DHB-Pokals gewesen. Doch die Rostocker wurden nach dem Erfolg gegen TuSEM Essen (38:37 nach Siebenmeterwerfen) disqualifiziert, weil Abwehrrecke Maic Sadewasser nicht spielberechtigt war (OZ berichtete). Nun darf Essen gegen den Cupverteidiger spielen.

Den Rostockern kommt ein folgenschwerer Fauxpas teuer zu stehen. Sadewasser war im Sommer 2013 vom HCE zum Bad Doberaner SV in die Ostsee-Spree-Oberliga gewechselt — nicht auf Leihbasis und auch nicht mit Zweitspielrecht, sondern mit einem Erstspielrecht für die Münsterstädter. „Das war nur möglich, weil Sadewassers noch bis zum 30. Juni 2015 laufender Vertrag in Rostock aufgehoben wurde“, erläutert Jörg Dombdera, Geschäftsführer und Leiter der Passstelle beim Landes-Handballverband (HVMV).

Das sowohl vom HC Empor als auch von Sadewasser unterzeichnete Wechselformular habe vorgelegen, sagt Dombdera. Nur so habe eine Spielgenehmigung für den Doberaner SV erteilt werden können. Bei Sadewassers Rückkehr nach Rostock ging man vor einigen Wochen in der Geschäftsstelle des HCE davon aus, dass der bis 2015 von der Handball-Bundesliga (HBL) ausgestellte Spielerpass für Sadewasser noch gültig ist. „Wir haben geglaubt, bei Maics Rückkehr keine neue Anzeige bei der HBL machen zu müssen“, gesteht HCE-Geschäftsführerin Juliane Radike.

Ein Blick in die Spielordnung des Deutschen Handballbundes (DHB) belehrt eines Besseren. „Es gibt für jeden Spieler nur einen Spielausweis“, heißt es dort unter Paragraf 23. Der noch bei Empor vorliegende Pass war demzufolge nicht mehr gültig. Zeit zur Korrektur besaßen die Rostocker, denn DSV-Manager Dieter Schmidt hatte Sadewasser bereits im Mai beim HVMV ordnungsgemäß abgemeldet.

HCE-Vorstandsvorsitzender Jens Gienapp redet deshalb auch gar nicht um den heißen Brei: „Der Fehler liegt ganz klar bei uns.“

Dass der Zwei-Meter-Mann Sadewasser vor der Pokalpartie gegen Essen nicht im System der Zeitnehmer auftauchte, hatte Empor zunächst nicht gestört. Radike: „Das kommt ab und an mal vor.“ So flog der Fehler erst auf, als Empor einen Tag später bei HBL-Spielleiter Andreas Wäschenbach anrief. Dabei sind die Rostocker am Ende glimpflich davongekommen: Hätte Sadewasser nämlich noch Punktspiele ohne gültigen Pass — der liegt inzwischen vor — bestritten, wären diese Partien am „grünen Tisch“ durchweg als Niederlagen gewertet worden.

 



Burkhard Ehlers

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