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Empor-Klubchef Gienapp fordert vom kleinen Kader großen Kampf

Rostock Empor-Klubchef Gienapp fordert vom kleinen Kader großen Kampf

Auch Gruszka und Gamrat fallen Sonntag gegen den TV Neuhausen aus.

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Einsatzstark: Empor-Spielmacher Roman Becvar (M.) setzt sich gegen drei Schwartauer Abwehrspieler durch.

Quelle: Sebastian Heger

Rostock. Rastislav Trtik wirkt nachdenklich. „Die Lage ist echt kritisch. Ich muss mir etwas einfallen lassen, aber die Möglichkeiten sind stark eingeschränkt“, sagt der Trainer des HC Empor Rostock. Bis morgen Nachmittag hat der 53 Jahre alte Handball-Lehrer Zeit, etwas Überraschendes aus dem Ärmel zu zaubern. Doch die personelle Situation lässt nicht viel Spielraum für Kreativität. Neben den dauerverletzten Tom Wetzel und Sven Thormann fallen auch der erkrankte Kapitän Jens Dethloff, Lukas Gamrat (Innenbandanriss im Knie) und René Gruszka für das Heimspiel am Sonntag gegen den TV Neuhausen (16.30 Uhr, Ospa-Arena) aus.

Gruszka, der seit ewigen Zeiten mal wieder ein Spiel versäumen wird, hat sogar noch Glück im Unglück. Der Knorpelschaden im Knie macht derzeit keinen Eingriff erforderlich. „Ich hoffe, dass ich in zehn Tagen wieder ins Training einsteigen kann“, erklärte der Rechtsaußen, der vom 17-jährigen Julius Porath ersetzt wird. Zudem ist Füchse-Leihgabe Oliver Milde wieder dabei.

Trtik hätte die Partie am liebsten verlegt. Neuhausen bot den 19. April als Ausweichtermin an. „Das ist zwei Tage nach dem Leutershausen-Spiel. Das kann ich nicht akzeptieren“, sagt der HCE-Coach, der am Sonntag zudem auf Jakub Zboril verzichten muss. Der Linksaußen ist mit der tschechischen U 20-Auswahl unterwegs.

Klubchef Jens Gienapp hatte sich klar gegen eine Spielverlegung ausgesprochen. Er erwartet einen Jetzt-erst-recht- Effekt. „Alle müssen sich am Riemen reißen. Das Ding muss gewonnen werden und fertig. Ohne Diskussionen!“, erklärte der Vorstandsvorsitzende, der sich ungeachtet der anhaltenden Talfahrt (nur zwei Siege in diesem Jahr) keine Abstiegssorgen macht. Trtik ist trotz eines Sieben-Punkte-Polsters auf die Gefahrenzone skeptischer. „Alle Mannschaften ab Platz elf können da unten noch reinrutschen“, meint der HCE- Coach, der Donnerstagabend vor dem Aufsichtsrat Rede und Antwort zur sportlichen Situation stehen musste. „Unser einziges Problem ist der schmale Kader“, sagt Trtik.

Doch auch mit dem kleinen Aufgebot war deutlich mehr drin. Zuletzt ließen die Rostocker gegen Bad Schwartau (29:29 nach 29:25-Führung) und in Saarlouis (34:35 nach 21:14) Zähler liegen. „Wir haben mindestens sieben Punkte verschenkt“, rechnet er vor. Dann hätte Empor 32 Punkte auf dem Konto und wäre auf Tuchfühlung zu den Aufstiegsplätzen.

Doch nicht nur die Gastgeber plagen Sorgen. Auch Neuhausens Trainer Aleksandar Stevic muss mehrere Stammkräfte ersetzen. So wird Alexander Trost ins Aufgebot rutschen. Der 32-Jährige ist Geschäftsführer des TVN ...

Das Ding muss gewonnen werden und fertig. Ohne Diskussionen!“HCE-Klubchef
Jens Gienapp (44)

 



Stefan Ehlers

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