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Empor plant Coup: Schwenker soll Manager werden

Rostock/Kiel Empor plant Coup: Schwenker soll Manager werden

Der Handball-Traditionsverein will einen der weltweit namhaftesten Manager verpflichten. Schwenker, der den THW Kiel an die Spitze führte, hat sich Bedenkzeit erbeten.

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Uwe Schwenker gehört zu den weltweit namhaftesten Handball-Managern. Er verhandelt mit Empor.

Rostock. Dieser Kontakt ist verheißungsvoll! Handball-Zweitligist HC Empor Rostock bemüht sich um Uwe Schwenker. Der 54-Jährige war viele Jahre Manager von Handball-Rekordmeister und Champions-League-Sieger THW Kiel.

Schwenker bestätigte gestern Kontakte zu Empor. Er könne sich vorstellen, „für einen Traditionsklub wie Empor, der Großes vorhat, tätig zu sein“. Es habe Gespräche mit Vorstand und Trainer gegeben, berichtete Schwenker Empor-Vorstandschef Jens Gienapp spricht von guten Gesprächen: „Wir haben uns mit Herrn Schwenker zusammengesetzt und können uns eine Zusammenarbeit mit ihm vorstellen“, erklärt Gienapp.

„Für mich ist Uwe Schwenker der beste Manager der Welt“, lobt Empor-Trainer Rastislav Trtik den Kieler. Er kennt ihn sehr gut aus seiner Zeit als Trainer des Erstligisten Melsungen. „Es war kein Zufall, dass der THW Kiel den Sprung in die Weltspitze geschafft hat. Daran hatte Schwenker großen Anteil“, ist der Tscheche überzeugt. Trtik ist sicher, dass Schwenker für Empor Gold wert sein könnte. „Er hat unheimlich gute Kontakte und könnte uns sportlich und wirtschaftlich Brücken bauen.“

In der gemeinsamen Ära mit Trainer Noka Serdarusic hatte Schwenker den THW Kiel zu zahlreichen nationalen und internationalen Titeln geführt.

Schwenker könnte nun dem Aufwärtstrend beim HCE weitere Impulse verleihen. Der Zweitligist, der in der vergangenen Saison unter Trtik mit einem der kleinsten Etats der Liga den sechsten Platz belegte, hat Ambitionen, in absehbarer Zeit in die 1. Bundesliga aufzusteigen. Nächstes Jahr könnte eine neue Handball-Arena mit 2500 Plätzen in Rostock fertiggestellt werden (die OZ berichtete).

Auch wenn noch nichts perfekt ist, lässt der Name Schwenker Rostock schon von der Champions League träumen: „Das wird der absolute Kracher“, ist ein Mitglied des Aufsichtsrates elektrisiert.

Uwe Schwenker will sich bis kommenden Montag entscheiden. Eine Vollzeit-Beschäftigung in der kommenden Saison in Rostock schließt er aus. Er könnte den Job beim Zweitligisten halbtags erledigen; in Kiel betreibt er eine Versicherungsagentur. „Es ist vieles denkbar, zum Beispiel eine beratende Funktion“, sagt der Kieler, der 2009 als Geschäftsführer des THW zurücktrat. Grund waren Bestechungsvorwürfe. Der Prozess vor dem Kieler Landgericht gegen den Manager endete im Frühjahr mit einem Freispruch.

Es wäre fantastisch, wenn Uwe Schwenker zu Empor kommen würde.“HCE-Trainer

Rastislav Trtik

 

Frank Pubantz und Christian Lüsch

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