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00:00 11.12.2017
Rostock

. Der sonst so besonnene Till Wiechers war außer sich. „Unfassbar dumme Disziplinlosigkeiten“ hätten sich seine Spieler geleistet, schimpfte der Empor-Trainer gestern nach der 28:31 (12:12)-Heimpleite der Rostocker Drittliga-Handballer gegen HF Springe. Für die Ostseestädter, die dennoch Rang 13 behaupteten, war es die neunte sieglose Partie in Folge, doch so dicht vor einer Überraschung standen sie lange nicht.

Vom Anpfiff weg boten die Hausherren dem favorisierten Tabellendritten mit einer couragierten Leistung Paroli. Sie hielten die Partie lange Zeit offen, führten nach 41 Minuten sogar mit 19:16 und hatten auch beim 25:25 (51.) noch alle Trümpfe in der Hand. Doch dann leistete sich Kevin Lux ein böses Foul, für das er eine klare Rote Karte sah. Sein anschließender Protest zog eine zusätzliche Zweiminutenstrafe nach sich. Keine Minute später meckerte Julius Porath über eine Entscheidung der souveränen Schiedsrichter – zwei Minuten „Bedenkzeit“.

„Eine absolute Katastrophe. So kann man nicht Handball spielen“, regte sich Wiechers zu Recht auf. Da die Rostocker überdies den ponischen Nationalspieler Pawel Niewrzawa (12 Tore) viel zu selten stoppen konnten, nahm das Unheil seinen Lauf. Daran konnten auch der erneut überragende Robin Breitenfeldt und Debütant Felix Mehrkens nichts ändern. „Eigentlich war unsere Leistung in Ordnung, aber der Trainer hat recht“, sagte Mehrkens zu seiner durchwachsenen Premiere im Empor-Trikot. Durch die lange Unterzahl gerieten die Rostocker in den letzten fünf Minuten auf die Verliererstraße. „Man braucht auch mal Glück, das hatten wir heute“, tröstete HF-Trainer Oleg Kuleschow. HC Empor: Mehler, Jöhnck – Goldschmidt, Meuser 4, Witte 1, Iliopoulos, Höwt 2/1, Prüter 1, Haasmann, Zboril 2, Merhkens 2, Lux 2, Breitenfeldt 10/3, J. Porath 4/1.

HF Springe: Wendland, Hoffmann – Otto 5, Eichenberger, Borgmann, Preiß 3, Schüttemeyer 4, Niewrzawa 12/2, Heinz 2/1, Pitak 5, Krok.

Siebenmeter: Empor 8/5, Springe 4/3. Strafminuten: Empor 14 plus Rot gegen Lux wegen groben Foulspiels (51.), Springe 10.

Burkhard Ehlers

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