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Sportmix Empor zittert sich zum Auswärtssieg
Sportbuzzer Sportmix Empor zittert sich zum Auswärtssieg
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00:00 09.09.2013
Oliver Milde (M.) steuerte sechs Treffer zum 25:24-Auswärtssieg des HC Empor bei. Quelle: Picture Point/S. Sonntag
Lößnitz

In der Schlussphase musste kräftig gezittert werden, am Ende konnten die Zweitliga-Handballer des HC Empor aber doch ihr Siegertänzchen aufführen. Die Rostocker gewannen das erste Auswärtsspiel der neuen Saison beim EHV Aue knapp mit 25:24 (17:11), nachdem sie in der zweiten Halbzeit zwischenzeitlich schon mit acht Toren Differenz geführt hatten.

„Vor der Pause haben wir unsere Schnelligkeit ausgespielt und den Gegner mit unserer aggressiven 4-2-Abwehr zu vielen Fehlern gezwungen“, freute sich Empor-Kapitän Jens Dethloff und wollte aus seiner Mannschaft jenes Quartett hervorheben, das in der zurückliegenden Woche wegen Krankheit oder Verletzungen nicht trainieren konnte, „sich aber trotzdem in den Dienst der Mannschaft stellte.“ Während es für Sebastian Rumniak nach überstandener Angina nur für einen Kurzeinsatz reichte und Norman Flödl nur in der Abwehr eingesetzt wurde, mussten Florian Zemlin und Vyron Papadopoulos praktisch durchspielen.

Es lag auch an den fehlenden Alternativen auf der Bank, dass die Ostseestädter zum Schluss arg in Bedrängnis gerieten. „Am Ende ging uns die Luft aus und wir müssen uns freuen, dass Oliver Milde wenigstens noch die wichtigen Dinger reinmacht“, lobte Kapitän Dethloff den Tom-Wetzel-Ersatz, und auch Trainer Rastislav Trtik freute sich über die Füchse-Leihgabe, „auch wenn er Tom nicht vollwertig ersetzen kann. Da er nur einmal pro Woche mit uns trainiert, kann ich ihn in der Abwehr nicht einsetzen.“

Die Empor-Männer hatten auch noch die ersten beiden Tore der zweiten Halbzeit erzielt und führten scheinbar uneinholbar mit 19:11 (33.). „Doch leider wurde unsere Wurfquote schlechter und wir waren auch nicht mehr so aggressiv wie vor der Pause“, ärgerte sich der Empor-Coach, dessen Mannschaft zunächst fünf Gegentore in Folge kassierte und beim 22:21 (52.) erstmals nur noch mit einem Treffer Differenz führte. Zwei Rückraum-Geschosse von Oliver Milde, die genau in den Winkel passten, sorgten für das 24:22 (55.) aus Empor-Sicht. Doch dann begann eine dramatische Schlussphase, die die Rostocker zu allem Überfluss auch noch fast komplett in Unterzahl bestreiten mussten.

Den Gastgebern versagten allerdings mehrfach die Nerven. Während der Strafzeit von Lukas Gamrat warf Sommer einen Siebenmeter über das Tor, kurz darauf traf Kempe nur die Latte, bevor derselbe Spieler doch noch auf 23:24 verkürzte (58.). Kaum war Gamrat zurück, gab es zwei Strafminuten für Roman Becvar — das Zittern ging weiter. Milde traf in Unterzahl, im Gegenzug parierte Kominek gegen Kempe und den Konter verwandelte Zemlin, doch die Schiris erkannten den Treffer nicht an. So konnte Aue 54 Sekunden vor dem Ende durch Sigtryggsson auf 24:25 verkürzen. Die Schlussphase hatte es in sich. Um kein Zeitspiel zu riskieren, warf Oliver Milde 18 Sekunden vor Ultimo — diesmal über das Tor. Aue nahm eine Auszeit, versuchte es noch einmal mit sieben Feldspielern, hatte aber erneut kein Glück. Mit dem letzten Wurf traf Rechtsaußen Felix Kempe nur den linken Pfosten — und der HC Empor konnte jubeln.

Statistik
EHV: Petursson, Musil — Kempe 3, Brykner 2, A. Sigtryggsson 5, Meinhardt 3, Sommer 5/3, Roch 1, Schäfer 3, Hansen, Mägi 2, Gunnarsson, Berthold.

HCE: Kominek, R.Wetzel — Gruszka 3, Becvar, Zemlin 6, Milde 6, Papadopoulos 8, Dethloff 2, Gamrat, Flödl, Rumniak, Porath, Barten, Zboril (n.e.).

Siebenmeter: EHV 4/3, HCE 0.

Stafminuten: EHV 6, HCE 10.

Zuschauer: 950 in der Erzgebirgshalle Lößnitz.

Jens Erken

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