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Energie-Chancen sinken - Brandy entscheidet Ost-Derby

Berlin Energie-Chancen sinken - Brandy entscheidet Ost-Derby

Die Chancen für den FC Energie Cottbus auf den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga sind wieder gesunken. Die Lausitzer verloren zum Abschluss des 28. Spieltages beim 1.

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Sören Brandy (2.v.l.) erzielte in der 28. Minute das 1:0 für Union Berlin. Foto: Hannibal

Berlin. Die Chancen für den FC Energie Cottbus auf den Verbleib in der 2. Fußball-Bundesliga sind wieder gesunken. Die Lausitzer verloren zum Abschluss des 28. Spieltages beim 1. FC Union Berlin mit 0:2 (0:1) und stehen als Tabellenletzter vier Punkte hinter Relegationsrang 16.

Sören Brandy entschied mit seinem neunten und zehnten Saisontor (28. und 82. Minute) ein heiß umkämpftes Berlin-Brandenburg-Derby für die „Eisernen“, die erstmals nach fünf Spielen wieder gewannen. Die Gastgeber erspielten sich vor 20 766 Zuschauern in der „Alten Försterei“ mehr Chancen und rückten mit 42 Punkten auf Rang sechs vor. Energie-Kapitän Uwe Möhrle sah wegen groben Foulspiels die Gelb-Rote Karte (76.).

„Wir haben von Anfang an keinen Zweifel daran gelassen, dass wir das Spiel gewinnen wollen. Die Mannschaft hat nichts anderes zugelassen. Es war wichtig, nach vielen Heimspielen wieder zu gewinnen und die Kehrtwende zu schaffen“, sagte Union-Trainer Uwe Neuhaus. Sein Gegenüber Jörg Böhme war dagegen enttäuscht: „Union hat verdient gewonnen. Sie haben uns in allen Belangen den Schneid abgekauft. Es ist nicht zu erklären. Das hätte ich nicht erwartet.“

Mit gleich fünf Veränderungen in der Startelf brachte Neuhaus neuen Schwung in sein Team. Nach der jüngsten 1:2-Niederlage in Sandhausen und der damit verschwundenen letzten Aufstiegshoffnung hatte der Berliner Trainer festgestellt, dass „alles ein bisschen träge und schwerfällig“ laufe. Nach einer Negativphase habe er etwas verändern müssen. Einer der Neuen, Christopher Quiring, hätte schon nach 63 Sekunden die Führung für die Gastgeber erzielen müssen. Doch aus sechs Metern setzte er den Ball neben das Energie-Gehäuse.

Das Tabellenschlusslicht wirkte lange Zeit zu inkonsequent, etwa als Mathias Fetsch in aussichtreicher Position nicht energisch genug nachsetzte (4.). „Die unbedingte Gier“, die Neuhaus als entscheidend für das ausgemacht hatte, zeigten mehr die Berliner.

Mattuschka zielte zunächst aus 18 Metern über das Tor (14.), blieb auch mit einem Freistoß hängen (16.). Doch ein erneuter ruhender Ball des Kapitäns erreichte mit Hilfe von Energie-Verteidiger Alexander Bittroff Unions Torjäger vom Dienst. Aus zehn Metern jagte Brandy, der zuvor allerdings knapp im Abseits stand, den Ball ins Netz. Der rechtzeitig von einer leichten Gehirnerschütterung genesene Cottbuser Torwart René Renno verhinderte kurz vor der Pause mit starken Paraden gegen Roberto Puncec und Mattuschka den vorzeitigen K.o. für Energie. Nach der Pause versuchten die Gäste zwar mehr. Entschlossener aber waren weiter die Berliner.



dpa

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