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Sportmix Erdogan: Tokios Wahl unfair
Sportbuzzer Sportmix Erdogan: Tokios Wahl unfair
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00:00 10.09.2013
Ankara

Der türkische Ministerpräsident Tayyip Erdogan hat die Wahl Tokios zur Olympiastadt 2020 als unfair bezeichnet. Der durch seine harte Haltung gegen Demonstranten weltweit kritisierte Regierungschef erklärte in türkischen Medien: „Tokio und Madrid hatten bereits zuvor Olympische Spiele - Istanbul nicht. Das war nicht fair.“ Dabei übersah Erdogan, dass das bereits im ersten Wahlgang gescheiterte Madrid ebenfalls noch keine Spiele hatte, sondern Barcelona 1992 spanischer Olympiagastgeber war.

Die 125. Vollversammlung des IOC hatte am Samstag in Buenos Aires mit 60:36 Stimmen im zweiten Wahlgang für Japans Hauptstadt und zum fünften Mal in 20 Jahren gegen den türkischen Bewerber gestimmt. Isbanbul hatte sich schon für 2000, 2004, 2008 und 2012 vergeblich beworben.

Unterdessen erwägt Italien, sich um die Austragung der Olympischen Sommerspiele 2024 zu bewerben. „Ich arbeite an diesem Thema. Wir könnten ein seriöser Kandidat für 2024 sein“, sagte Italiens Ministerpräsident Enrico Letta. Rom hatte seine Bewerbung für 2020 zurückgezogen, nachdem im Lande die wirtschaftlichen Probleme anwuchsen. Rom war bereits 1960 Gastgeber der olympischen Sommerspiele. Allerdings könnte die Wahl auch auf die Wirtschafts-Metropole Mailand fallen.

OZ