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Europas Fußball-König: Ribéry am Ziel seiner Träume

Monaco Europas Fußball-König: Ribéry am Ziel seiner Träume

Nach dem Triple die Krone für den besten Kicker des Kontinents: Der Franzose gewinnt als erster Bundesligaprofi seit1996 die prestigeträchtige Wahl.

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Ausnahmefußballer: der Franzose Franck Ribéry (30), hier beim Benefizspiel des FC Bayern im Juli in Rostock.

Quelle: Björn Nehlsen

Monaco. Um exakt 18.57 Uhr war Franck Ribéry gestern am Ziel seiner Träume und der neue Fußball- König Europas: Als Uefa-Präsident Michel Platini bei der Bekanntgabe des „Uefa Best Player in Europe“ der Saison 2012/13 seinen Namen verkündete und sich die Gäste im Grimaldi Forum in Monte Carlo von den Plätzen erhoben, um dem kleinen Franzosen zu huldigen, war der 30-Jährige im feinen grauen Zwirn sichtlich gerührt und dankte zunächst mal seinen Teamkollegen von Bayern München und seiner Familie: „Das ist ein sehr spezieller Moment. Diese Auszeichnung krönt ein ganz besonderes Jahr“, sagte Ribéry.

Die minutenlangen stehenden Ovationen genoss der Offensivspieler von Triplegewinner Bayern München in vollen Zügen, schließlich hatte sich Ribéry gegen den viermaligen Weltfußballer Lionel Messi vom FC Barcelona und Cristiano Ronaldo von Real Madrid, der erst gar nicht ins Fürstentum angereist war, durchgesetzt.

Ribery, der am Vormittag gemeinsam mit Bayerns Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge mit einem Privatjet an die Mittelmeerküste gereist war, umarmte seine Nebenleute und freute sich wie ein kleiner Junge. Für seinen Teamkollegen Bastian Schweinsteiger und Rummenigge war schon vor der Zeremonie in Monaco klar, dass Ribery die Nase vorne hat. Auch Fifa-Boss Joseph. S. Blatter hatte sich auf den Franzosen festgelegt. „Er ist hoch verdient Europas Fußballer des Jahres geworden. Franck stellt Extraklasse dar und es ist schön, das s dies auch europaweit so gesehen wurde und nicht nur in Deutschland“, kommentierte Rummenigge das Abstimmungsergebnis durch 53 europäische Fußball-Journalisten. Bayerns Sport-Vorstand Matthias Sammer, vor Ribéry 1996 letzter Titelträger aus der Bundesliga, lobte Ribery in den höchsten Tönen. „Ich freue mich sehr für Franck, das ist super. Es ist die logische Konsequenz der wunderbaren Entwicklung von Bayern München und des deutschen Fußballs“, sagte Sammer.

Sein Weg aus dem „Nirgendwo“, wie Ribéry selbst das „schwierige Viertel“ in seiner nordfranzösischen Heimatstadt Boulogne-sur- Mer nennt, kommt ihm dabei selbst wie ein Märchen vor. „Unglaublich“ nannte er ihn im „kicker“. Viele Höhen, aber auch viele Tiefen hat er dabei durchlebt. Erst mit 21 wurde er Profi beim FC Metz. Zuvor verdingte er sich nebenbei auch als Bauarbeiter, weil er vom Fußball nicht leben konnte. Ribéry kickte in nur drei Jahren bei drei Klubs, ehe er 2007 in München landete. „Franck ist ein Nomade, der in München sesshaft geworden ist“, sagte Hoeneß jetzt.

Die „deutschen“ Sieger
2013: Franck Ribéry (Bayern)

1996: Matthias Sammer (Dortmund)

1990: Lothar Matthäus (Inter Mailand)

1981: K.-H. Rummenigge (Bayern)

1980: K.-H. Rummenigge (Bayern)

1979: Kevin Keegan (Hamburger SV)

1978: Kevin Keegan (Hamburger SV)

1977: Allan Simonsen (Gladbach)

1976: Franz Beckenbauer (Bayern)

1972: Franz Beckenbauer (Bayern)

1970: Gerd Müller (Bayern)

 

Jürgen Zelustek

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