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Handball HSV auf Wiedergutmachungskurs
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00:00 19.01.2018

Am ersten Rückrundenspieltag der Ostseespree-Oberliga (4. Liga) treten die Handballer des HSV Insel Usedom (Tabellenfünfter) am Samstag um 18.30 Uhr beim HV Grün-Weiß Werder (6.) an. Das Hinspiel hatten die Insulaner im September 2017 in eigener Halle mit 24:19 gewonnen. Danach folgten ein paar durchwachsene Spiele, bevor die Insulaner eine Serie von sieben Spielen ohne Niederlage starteten.

Diese beeindruckende Serie wurde am vergangenen Wochenende allerdings unterbrochen. Mit einem 24:36 kehrte die Mannschaft von Trainer Nico Heidenreich aus Ludwigsfelde zurück. „Die Niederlage in Ludwigsfelde war ein Debakel aus unserer Sicht“ redet der HSV-Coach nicht lange um den heißen Brei herum. „Die Mannschaft ist jetzt in der Pflicht. In Ludwigsfelde ist bei uns nicht viel zusammengelaufen. Die Mannschaftsleistung hat nicht gestimmt“, sagt Heidenreich. Er will im Spiel gegen Werder eine „Trotzreaktion“ sehen. „Wir fahren nach Werder, um dort zu gewinnen“, lautet die klare Ansage des Trainers der Inselmannschaft, der darauf aufmerksam macht, dass sein Team im Hinspiel eine ordentliche Leistung abgeliefert habe. „Darauf müssen wir aufbauen“, fordert der Coach.

Auf diese Aufgabe hat sich die Mannschaft in der Woche intensiv vorbereitet. „Allerdings sind die Probleme nicht geringer geworden“, sagt Heidenreich. „Jetzt droht auch noch der Ausfall von Ben Teetzen. Die Mannschaft muss in Werder bis ans Limit gehen. Wir wollen den Anschluss an die Tabellenspitze nicht verlieren.“

Genau wie der Trainer sehen sich auch die Spieler in der Pflicht. So auch Rückraumakteur Gordon Wicht: „Das Spiel von letzter Woche müssen wir ausblenden. Wir müssen wieder als geschlossene Einheit auftreten. Es sei nicht einfach, in Werder zu spielen, glaubt Wicht, da die morgigen Gastgeber mit Sicherheit auch noch etwas aus dem Hinspiel gut machen wollen. „Unser Ziel ist es aber, das erste Spiel der Rückrunde zu gewinnen. In der Tabelle stehen alle Teams von Platz drei bis zehn ziemlich eng zusammen. Da wollen wir so schnell wie möglich unsere Punkte einsammeln.“

Am vergangenen Wochenende mussten die Werderaner einen überraschenden Punktverlust im Heimspiel gegen den Grünheider SV (10.) einstecken. Am Ende hieß es 22:22. Den Ausgleich hatten die Hausherren buchstäblich erst in allerletzter Sekunde geworfen. Das interessiert Werder-Trainer Silvio Krause allerdings wenig. „Es ist für das morgige Spiel auch uninteressant, wie der HSV in der letzten Woche gespielt hat.“ Für seine Mannschaft komme es darauf an, Punkte zu holen. „Wir können am HSV vorbeigehen“, sagt Krause, dessen Team in Bestbesetzung antreten kann. „Natürlich haben wir noch etwas aus dem Hinspiel gutzumachen.“

In der Tabelle liegen beide Teams unmittelbar beieinander. Werder rangiert mit zwei Punkten weniger hinter dem HSV. Umso wichtiger ist ein Erfolg gegen Werder. Das sieht auch HSV-Spieler Christoph Dübener so: „So eine katastrophale Leistung wie in Ludwigsfelde dürfen wir nicht noch einmal abliefern. Da müssen wir in Werder ein anderes Gesicht zeigen und mit einer komplett anderen Einstellung ins Spiel gehen.“ Für Dübener sei es notwendig, dass die HSV-Abwehr aggressiver zupacken und dass auch die Körpersprache der Spieler eine andere sein muss. „Das, was uns in der Hinrunde ausgemacht hat, die gut ausgespielte erste und zweite Welle, müssen wir wieder zeigen. Ludwigsfelde muss ein Ausrutscher bleiben“, gibt sich Dübener kämpferisch.

Nun müssen den Worten aller Beteiligten nur noch Taten folgen, zumal die HSVer mit einem Sieg durchaus zum jetzigen Tabellendritten aufschließen können, denn Ludwigsfelde trifft am Wochenende auf den Tabellenzweiten, den Stralsunder HV.

Andreas Dumke

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