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Handball Handball-SG zieht ins Pokalfinale ein
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00:00 27.04.2016
Robert Finkenstein war Torjäger des Turniers. Insgesamt fünf Treffer erzielte der Greifswalder für sein Team. Quelle: Ronald Krumbholz
Greifswald

Sie haben es geschafft: Die zweite Mannschaft der Handball SG Greifswald zieht nach einem wahren Krimi in das Pokalfinale ein. Nachdem das Spiel gegen den PSV Stralsund mit einem 18:18 endete, bewiesen die Spieler Präzision im Siebenmeterwurf und gewannen am Ende mit 22:20. Nun muss sich die Mannschaft auf das Finale gegen den Lokalrivalen der SG Greifswald/ Loitz vorbereiten.

Ich bin stolz auf die Leistung des Teams. Das war kein leichtes Spiel.“SG-Trainer Andreas Finkenstein

Das Spiel versprach von Anfang an ein Spannendes zu werden, denn der Tabellensechste Greifswald sollte auf den Drittplatzierten PSV Stralsund treffen. Dabei hatte sich die SG ein klares Ziel gesetzt:

„Wir wussten, dass es schwierig wird gegen Stralsund zu gewinnen. Sie waren definitiv die Favoriten. Dennoch hatten wir das Finale vor Augen“, sagte Trainer Andreas Finkenstein nach dem Spiel.

Die Ausgangslage sah für die Greifswalder eher düster aus, lag die Mannschaft doch drei Tabellenplätze hinter den Stralsundern. Außerdem verlor das Team vier Wochen zuvor gegen den PSV (21:27). Daher drängten die Greifswalder von Spielbeginn an auf Sieg. Dies zeigte sich auch im Punktestand. Nach einer Viertelstunde stand es 5:2 für die Greifswalder. In der 19. Minute führte die Handball SG immernoch souverän mit 7:4, als Frederic Kinnen einen abgewehrten Ball im Alleingang sicher zum 8:4 verwertete. Immer wieder bedrängten die PSVler die Heimmannschaft. In der letzten Minute der ersten Hälfte stand es schließlich 10:7 für die SG, als der SG-Keeper Christian Spieleder einen Angriff der Gegner gerade noch halten konnte. In der zweiten Halbzeit drehten die Stralsunder auf. Nach nur 45 Sekunden erzielten sie das erste Tor (10:8). Die Greifswalder wirkten indes unkonzentriert. Fehlpässe und Unstimmigkeiten ließen die Stralsunder direkt den nächsten Treffer erzielen. In der 34.

Minuten stand es dann 12:12. Beide Mannschaften drängten außen zum Tor. Als der Schiedsrichter den Greifswaldern einen Siebenmeter zusprach, verwandelte Robert Finkenstein sicher. Im gesamten Spiel erzielte der SGler fünf Tore für sein Team und war damit der beste Werfer des Turniers. Als Frederic Kinnen kurze Zeit später den Ball an den Pfosten knallt, bauten die Stralsunder zum Konter auf.

Doch Torwart Spieleder bewies erneut Qualität und hielt souverän. Das Spiel der Stralsunder wurde kampfbetonter, so trafen sie zum 17:18. Bei den SGlern breitete sich Panik aus. In der letzten Minute mussten die Greifswalder aufgrund einer Zweiminutenstrafe in Unterzahl weiterspielen. Mit dem Schlusspfiff donnerten die PSVler den Ball zum 18:18 Endstand ein. Nun sollte der Sieg durch das Siebenmeterwerfen entschieden werden. Finkenstein, Altenburg, Wodke und Beyer verwandelten ihre Würfe für die SG ohne Probleme. Als der PSVler Roy Spörle den Pfosten traf, flammte Hoffnung bei den Greifswaldern auf. Am Ende war es SG-Keeper Spieleder, der den letzten Wurf des PSVlers abhielt. Damit gewann die Heimmannschaft 22:20. „Wir haben es uns selbst schwer gemacht, indem wir in der Endphase zu viele Fehler zugelassen haben“, so Trainer Andreas Finkenstein am Ende. „Dennoch konnten wir mit diesem Sieg einer durchwachsenen Saison noch die Krone aufsetzen. Ich bin stolz auf das Team“, so Finkenstein weiter.

Nun muss die SG im Pokalfinale gegen den Lokalkonkurrenten SG Uni Greifswald/Loitz ran.

Von Nasrin Morgan

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