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Handballer der SG Uni/Loitz in Wismar völlig von der Rolle

Wismar/Greifswald Handballer der SG Uni/Loitz in Wismar völlig von der Rolle

Spitzenreiter verliert mit 26:30 / Meisterschaftsentscheidung vertagt

Wismar/Greifswald. Durch eine 26:30 (11:17)-Niederlage bei der TSG Wismar (5. Platz) hat der Spitzenreiter der Handball-MV-Liga, die SG Uni Greifswald/Loitz, es verpasst, sich die Landesmeisterschaft vorzeitig zu sichern. Für SG-Trainer Alexander Einweg war die Leistung seines Teams etwas dürftig: „In den Köpfen war dieses Spiel schon vor dem Anpfiff abgehakt.

 

OZ-Bild

Robert Schulz (M.) bestach in Wismar durch großen Kampfgeist und erzielte sechs Treffer.

Quelle: Foto: Ralf Scheunemann

Dementsprechend stimmte die Einstellung nicht. Am Kreis fehlte Radoslaw Wolski an allen Enden. Wismar nahm Spielmacher Hannes Lemcke durchgehend aus dem Spiel und die unglückliche Rote Karte für Marc Hagemeier brachte uns frühzeitig aus dem Konzept.“

Einweg bemängelt, dass in entscheidenden Situationen zu viele Bälle verworfen wurden und Wismar dadurch stark gemacht wurde. „Wir werden diese Fehler analysieren und am nächsten Wochenende alles geben, um vor heimischer Kulisse gegen Stavenhagen die Meisterschaft klarzumachen.“

Nach neun Minuten gab es den Kulminationspunkt in diesem Spiel. Nach einem zu leichten Ballverlust durch Lemcke leiteten die Hausherren einen schnellen Gegenangriff ein. Hagemeier kreuzte den Angreifer in dessen Rücken und sah für diese Abwehraktion die Rote Karte. Der Schiri begründete dies auf Nachfrage mit „grob gesundheitsgefährdendem Einsatz.“ Eine überzogene Entscheidung, denn kurz darauf wurde ein brutales Foul an Erik Schumacher nicht einmal mit Gelb geahndet.

In der Anfangsphase egalisierten Hagemeier und Galus die Wismarer Führung, dann setzte sich die TSG ab. Zum Zeitpunkt der Herausstellung Hagemanns führte Wismar bereits mit 7:3. In dieser Phase zog Robert Schulz das Spiel der SG Uni an sich. Mit großem Einsatz verkürzte er mit drei aufeinanderfolgenden Treffern auf 6:9. Mitte der ersten Halbzeit warfen Richard Seidel und Dennis Maß die SG Uni auf 8:10 heran. Doch schlechtes Deckungsverhalten und ungenaue Abschlüsse spielten Wismar voll in die Karten.

Nachdem Maß zum 9:12 traf, verwarfen Schumacher, Maß und Galus ihre Chancen. Wenn SG-Torwart Paul Weier einen Ball hielt, landete dieser im zweiten Anlauf zumeist immer bei den Gastgebern, die im Konterspiel sehr häufig erfolgreich waren. Eine Minute vor der Halbzeitsirene lag Greifswald/Loitz mit 10:17 im Hintertreffen, ehe Schulz zum 11:17-Halbzeitstand traf.

Das größte Manko im Spiel der Gäste   war bis dahin, dass von den Außenpositionen kein Druck auf den Gegner gemacht wurde, dass von beiden Seiten aus keine Tore gefallen sind. In den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit war das Spiel beider Teams ausgeglichen. Wismar hielt die Führung bei konstant sechs Toren. Dann bäumte sich Greifswald/Loitz auf und kam auf 22:24 heran. Doch wieder kostete ein Fehlwurf den möglichen Anschlusstreffer. Als Kevin Romeikat sieben Minuten vor dem Abpfiff zum 23:25 traf, schien eine Wende möglich. Doch erneut verdattelte die SG Uni die folgenden Angriffe.

Fünf Minuten vor dem Abpfiff nahm Einweg den Torhüter zu Gunsten eines siebten Feldspielers heraus. Zunächst wirkte diese Maßnahme. Galus und Maß verkürzten auf 25:27. Wismar erhielt eine Zeitstrafe, zog aber trotz Unterzahl auf 30:25 davon. Der Treffer von Maß zum 26:30-Endstand war nur noch Ergebniskosmetik. Nach 60 Minuten steht ein verdienter Sieg für die TSG Wismar zu Buche, die mehr Leidenschaft als Greifswald/Loitz an den Tag gelegt hatte.

Für die SG Uni heißt es nun, aus der Vielzahl der Fehler zu lernen und im nächsten Spiel zu alter Stärke zurückzufinden. Robert Schulz bemerkte nach dem Abpfiff: „Man kann verlieren, aber nicht so.“

SG Uni Greifswald/Loitz: Weier – Maß 4, Hoffmann, Schramm 2, Seidel 1, Hagemeier 2/1, Galus 4, Romeikat 3, Schulz 6, Schumacher 4/2, Lemcke.

Siebenmeter: SG 3/3, Wismar 3/3.

Strafminuten: SG 4, Wismar 6.

Rot: Hagemeier (SG) 9. Minute

Ralf Scheunemann

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3.HL-Schwartau225655353113
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7.HSG Nordhorn225705602618
8.TV Emsdetten226296072618
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4.HSV Greif Torgelow465613
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1.SG BBM Bietigheim857603520
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3.TuS Metzingen7586553814
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6.HC Leipzig7517153022
7.BVB Dortmund6016372824
8.Bayer Leverkusen6456842230
9.HSG Blomberg-Lippe7017302032
10.FA Göppingen7157562032
11.HSG Bad Wildungen7087891537
12.Neckarsulmer Sportunion6247251339
13.TV Nellingen6478111042
14.SVG Celle601755745