Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Handball Nach langer Leidenszeit: Völzke sehnt Comeback herbei
Sportbuzzer Sportmix Handball Nach langer Leidenszeit: Völzke sehnt Comeback herbei
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 07.02.2018
Bad Doberan

Tim Völzke steht bis zur Hüfte im Wasser. Der 28-Jährige hat Flossen an. In seinen Händen trägt er Hanteln. Er hebt das rechte Bein und schwingt es nach hinten. Eine Übung, mit der vor allem die Hüfte trainiert wird.

Tim Völzke arbeitet für sein Comeback. Für den Neuzugang des Handball-Drittligisten HC Empor Rostock beginnt die Reha morgens im Moorbad Bad Doberan. An diesem Vormittag bekommt er Moorpackungen, absolviert Aquajogging und Koordinationstraining. Danach geht es bei Physiotherapeut Daniel Tschiersch weiter. Abends fährt er zur Sporthalle Marienehe. Während sich seine Teamkollegen auf das Heimspiel am Sonntag gegen HSV Hannover (16.30 Uhr, Ospa-Arena) vorbereiten, macht Völzke separat seine Übungen.

„Das ist ein Fulltime-Job“, sagt Völzke. Der angehende Erzieher hat seine Facharbeit geschrieben. Das ermöglicht ihm Freiräume für die Rundum-Pflege – und die zahlt sich aus. „Mir geht es schon deutlich besser. Ich bin auf einem guten Weg, bald wieder Handball spielen zu können“, sagt der gebürtige Kaltenkirchener. Wann er aufs Feld zurückkehren wird, ist unklar. Der Körper muss mitspielen.

Völzke laboriert seit Oktober 2016 an einer Schambeinentzündung. Beim damaligen Drittliga-Saisonfinale lief er wieder für die HSG Nord HU auf. „Im Nachhinein war das ein Fehler, weil das Schambein immer wieder gereizt wurde“, meint Völzke, der sich nach dem verpassten Zweitliga- Aufstieg an der Hüfte operieren ließ.

Jetzt ist ein Ende seiner langen Leidenszeit in Sicht. „Noch bin ich ja krankgeschrieben, aber es kribbelt in den Fingern. Ich hoffe, dass ich Ende Februar gegen DHK Flensborg spielen kann“, sagt der 1,91 Meter große Torjäger, der von mehreren Zweit- und Drittligisten umworben wurde. Völzke entschied sich für Empor. Trainer Till Wiechers habe ihn „von seinem Konzept und von seiner Art überzeugt“.

Völzke ist der Wunschspieler von Wiechers. „Ich wollte ihn unbedingt. Tim ist einer der besten Spieler der Liga, wenn nicht sogar der beste“, sagt der HCE-Coach, der viele Gespräche mit Völzke führte. „Tim passt auch vom Charakter her super in die Mannschaft.“

Ob Abstiegskampf in der 2. Liga oder Aufstiegs-Euphorie: „Er hat alles erlebt und weiß genau, wie es geht“, sagt Wiechers über den Neuen, der für Henstedt-Ulzburg und den VfL Bad Schwartau insgesamt 72 Zweitliga-Spiele absolvierte und dabei 320 Tore erzielte.

Empor bezeichnet die Verpflichtung des Rückraumspielers, der im schleswig-holsteinischen Bad Bramstedt mit dem Handballspielen begann und in der Jugend für den THW Kiel auflief, als „Königstransfer“.

Völzke selbst spricht von einer „Win-win-Situation“.

Der Vertrag des Rückraumspielers läuft zunächst bis Saisonende. Doch Tim Völzke, der in Rostock mit Felix Mehrkens einen guten Bekannten wiedertraf (beide spielten zusammen für Henstedt-Ulzburg), kann sich ein längerfristiges Engagement bei Empor vorstellen. „Ich bin ungebunden und für alles offen.“

Bis zum Abschluss seiner Ausbildung wird er zwischen Pinneberg und Rostock pendeln. Wie es beruflich weitergeht, ist noch offen. „Ich würde gern Lehrer werden“, verrät Tim Völzke. „Ich bin noch in der Findungsphase, ob ich mein Studium wieder aufnehme oder ob ich es als Quereinsteiger versuche.“

Ein Leben als reiner Handballprofi schließt er aus. Völzke weiß: „Handball ist endlich. Ich brauche etwas für die Zukunft.“

Stefan Ehlers

Mehr zum Thema

Greifswald/Loitz empfängt den VfL Tegel / HC-Team in der Favoritenrolle

02.02.2018

Inselhandballer streben Revanche für 25:25 im Hinspiel an

02.02.2018

HSV-Torwart überzeugt trotz Rückenbeschwerden bei 26:23-Sieg des HSV in Grünheide

05.02.2018

MV-Liga: HSV Grimmen unterliegt Spitzenreiter Grün-Weiß Schwerin II mit 20:34

06.02.2018

Verbandsliga-Handballer gewinnen Auswärtsspiel in Plau mit 20:19

06.02.2018

Wismarer Handballerinnen gewinnen 21:17 /Tabelle wieder korrigiert

06.02.2018