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Handball Nach starkem Kampf knapp verloren
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00:00 23.10.2017
Berlin/Loitz

Am 7. Spieltag der Handball Oberliga Ostsee-Spree unterlag die SG Uni Greifswald/Loitz bei der SG OSF Berlin, nach einem 11:11 zur Halbzeit, knapp mit 22:23. Trotz des Ausfalls von Spielmacher Aleksander Kokoszka und Erik Schumacher zeigte die SG Uni eine sehr gute Leistung, sie scheiterte aber an eigenen Fehlern – und daran, dass zwei Spieler „Rot“ sahen. Trotz dieser Herausstellungen und fünf Zeitstrafen für Greifswald/Loitz war das Spiel keinesfalls hart oder unfair.

Die erste „glatte“ Rote sah Marc Hagemeier in der 36. Minute. Nach einem verlorenen Ball seiner Mannschaft kreuzte er den Laufweg eines Berliner Angreifers, der dadurch zu Fall kam. Für den Loitzer Torwart Paul Weier, selbst Schiedsrichter, war das eine Ermessensfrage: „Man kann, muss aber kein Rot geben. Übermäßige Härte, die solch’ eine Herausstellung rechtfertigt, habe ich nicht gesehen.

Eine Strafe von zwei Minuten wäre angebrachter gewesen.“ Die zweite „Rote“ gab es für Radoslaw Wolski. Er hatte sich in der 53. Minute die dritte Zeitstrafe „abgeholt“ und wurde nach den Regularien vom weiteren Spiel ausgeschlossen.

„Damit haben uns zwei weitere wichtige Spieler gefehlt“, sagte der Loitzer Coach Alexander Einweg. „Wir sind gut gestartet, haben relativ wenig eigene Fehler gemacht und gute Kombinationen gespielt.

Der Ausgleich vor der Halbzeitpause trotz eigener Überzahl war äußerst unglücklich. Auch in der zweiten Halbzeit waren Kampfgeist und Moral absolut in Ordnung. Nach den zwischenzeitlich deutlichen Rückständen (13:18/38. und 15:20/43. – Anm.d.R.) haben wir uns trotz des personellen Handicaps gesteigert. Wir waren mehrmals am Punktgewinn dran. Ein Remis wäre verdient gewesen.“

Nach ausgeglichenem Beginn brachte Hannes Lemcke die SG Uni nach acht Minuten erstmals mit 4:3 in Führung. Doch nach dem 5:5 häuften sich zunächst die Fehler auf Loitzer Seite. Berlin setzte sich auf 8:5 ab. Dank einer starken Leistung von Lukasz Stefanicki, der als zentraler Zuspieler agierte, kam Loitz wieder heran und schaffte sogar eine 11:10-Führung. Das verpasste 12:10 nimmt Lemcke auf seine Kappe: „Ich war mit meinen Gedanken schon beim Wurf und lief am Ball vorbei.“ Berlin glich zum 11:11 aus.

Den Anwurf der zweiten Spielhälfte schloss Neuzugang Mateusz Gmerek zum 12:11 für die SG Uni ab. Anschließend warf sich Berlin mit 15:12 nach vorn. Hagemeier verkürzte – und musste dann vom Feld.

Nach dieser Aktion setzte sich Berlin auf 20:15 ab. Doch Greifswald/Loitz gab sich nicht geschlagen. Stefanicki und Lemcke verkürzten auf 18:20. Sieben Minuten vor dem Abpfiff dann der nächste Rückschlag für Greifswald/Loitz. Gmerek scheiterte mit einem Siebenmeter und Wolski musste von der Platte.

Doch die SG Uni Greifswald/Loitz kämpfte. Fünf Minuten vor Ultimo stellte Richard Seidel mit einem Heber den 21:22-Anschluss her. Drei Patzer in Folge verhinderten ein weiteres Aufholen. Berlin führte mit 23:21. Der Anschlusstreffer von Lemcke zwölf Sekunden vor dem Abpfiff kam zu spät.

Marc Hagemeier resümiert enttäuscht: „Das ist eine bittere und unglückliche Niederlage. Kleinigkeiten haben uns vom Erfolg getrennt.“ Dem stimmte auch Torwart Weier, der unter anderem zwei Siebenmeter hielt, zu: „Wir hatten nach Wolskis Herausstellung keine Alternative auf der Bank. Ausschlaggebend für die Niederlage war aber, dass wir in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit keinen Zugriff auf die gegnerischen Angreifer hatten.“

SG Uni Greifswald/Loitz: Weier – Stefanicki 3, Schramm 3, Seidel 1, Hagemeier 2, Olejniczak 2, Wolski 3, Lemcke 6, Gmerek 2.

Siebenmeter: Berlin 6/2, SG Uni 2/1.

Strafminuten: Berlin 6, SG 10 plus zwei Rote Karten.

Ralf Scheunemann

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