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Handball Stimmungsvolles Handballfest mit den Mecklenburger Stieren
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00:18 16.05.2018
TSG-Spieler Felix Schrimpf (2. v. l.) in Aktion am Kreis FOTOS (2): DANIEL KOCH

Dorf Mecklenburg/Wismar Dass in einem Spiel 82 Tore bejubelt werden können, ist beim Handball nicht ganz so häufig. Beim Benefizspiel der TSG Wismar gegen den Drittligisten Mecklenburger Stiere Schwerin erlebten 300 begeistere Zuschauer ein Torfestival und feierten beide Teams. Der 46:36 (23:19)-Erfolg der Stiere war Ergebnis einer abwechslungsreichen Partie, die beide Mannschaften mit viel Tempo bestritten.

Benefizspiel TSG Wismar gegen den Drittligisten endet 36:46

Das Spiel gegen die TSG Wismar war für die Mecklenburger Stiere die erste Station auf ihrer diesjährigen Promotion-Tour durch die Region. Die Stiere empfingen das Wismarer Team dann mit Spielbeginn gleich mit einer Manndeckung. Es zeigte sich aber schnell, dass sich die TSG-Jungs davon nicht beeindrucken ließen. Immer wieder fanden sie Lösungen, um zu freien Abschlüssen zu kommen. Doch es zeigte sich auch, dass die Stiere ein sehr schnelles Umkehrspiel pflegen. Ihre Antworten ließen nicht lange auf sich warten. Dabei konnte sich Paul Robitt im Tor der TSG mehrfach auszeichnen. „Ist schon schön, den einen oder anderen Ball gehalten zu haben“, freute er sich. TSG und Stiere bewegten sich bis zum 17:17 im Gleichschritt in Richtung Halbzeitpause. Dann stellten die Schweriner ihre Manndeckung ein. Dies ließ das Wismarer Spiel etwas ins Stocken geraten. Trotzdem stand es zur Pause nur 19:23. In dieser wurde das TSG-Team für den zweiten Platz in der abgelaufenen MV-Liga-Saison ausgezeichnet.

Nach der Halbzeit drehten die Stiere dann weiter auf. Vorn nutzten sie durch ihr schnelles Spiel die Räume und konnten sich auf 32:20 absetzen. „Wenn du einen Moment zögerst, wirst du von diesen Jungs sofort bestraft“, sieht TSG-Spieler Willem Lübkemann Unterschiede zur MV-Liga. Doch die Hansestädter konnten sich mit zunehmender Zeit besser auf das Spiel der Stiere einstellen. Dazu trug auch Andreas Link bei, der in der zweiten Hälfte im Wismarer Tor stand. Das Tempo auf dem Feld blieb hoch, die Stiere zeigten einige Finessen beim Abschluss und die TSG gab trotz eines 28:44-Rückstandes nicht auf. „Das ist unser Charakter, nicht aufzustecken und den Zuschauern bis zur letzten Sekunde Einstellung zu zeigen“, sagte Michael Boos. Es zeigte sich nicht, dass die Wismarer Jungs konditionell abbauten. Sie blieben konzentriert und agierten in der Abwehr noch aktiver. Zum Ende konnten sie so noch einige Treffer erzielen und mit einem 36:46, aus ihrer Sicht, ein sehr gutes Ergebnis erzielen. „Wir sind zufrieden, die Art und Weise unseres Spiels hat mich gefreut und ich hoffe, dass es für die Stiere ein genauso wertvolles Spiel war“, zog Wismars Trainer Sven Hünerbein ein positives Fazit.

Eine tolle Geste erlebten Pia Ziebuhr und Felix Schrimpf. Beide spielen Handball bei der TSG und sind Opfer der Brandkatastrophe in Wismar. Sie verloren dabei ihr ganzes Hab und Gut. In der Mehrzweckhalle wurden vor dem Benefizspiel Spendenboxen aufgestellt, anschließend geleert und den beiden Betroffenen das sich darin befindliche Geld übergeben. „Wir sind überwältigt von der Hilfsbereitschaft und wollen Danke sagen“, so Pia Ziehbuhr und Felix Schrimpf.

TSG: Link, Robitt; Meiser, Boos, Schrimpf, Lübkemann, Jehring, F. Dettmann, P. Dettmann, Hünerbein, Büscher, Koop.

Sven Meyer

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