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Handball TSG-Damen drehen den Spieß um
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01:46 05.03.2018
Die Wismarer Fans feierten die TSG-Handballerinnen für den 25:11-Erfolg gegen den VfV Spandau Berlin. 470 Zuschauer sahen die Partie.

Die Wismarer TSG-Handballerinnen haben ihr Heimspiel in der Oberliga Ostsee-Spree gegen den VfV Spandau Berlin mit 25:11 (11:7) gewonnen. Damit haben die Schützlinge von Trainer Christoph Nisius den Spieß umgedreht und sich für die Hinspielniederlage (22:29) revanchiert.

Wismarer Handballerinnen gewinnen gegen VfV Spandau 25:11 / Revanche geglückt

Statistik

TSG Wismar: Steiner, Schultz – Krohn 3, Kriegsmann, Bibow 1, Martin 2, Wilhelm, Pinkohs 2, Powierski 1, Bartlau 3, Millrath 10, Evangelidou 3, Misevska.

Siebenmeter: TSG 5/4, VfV 5/4.

Strafminuten: TSG 10, VfV 8.

Obwohl die Wismarerinnen am Ende klar gewannen, riss die Partie vor allem in der ersten Halbzeit die Zuschauer kaum von den Plätzen. Viele schüttelten in der Halbzeitpause den Kopf und fragten sich, wie die TSG gegen so eine schwache Mannschaft in Spandau 22:29 verlieren konnte. „Wir sind froh, dass wir das Spiel gewonnen haben. Unser Hinspiel war ja leider nicht so glücklich. Wir wollten die Revanche und haben sie doppelt geschafft“, freute sich Svea Pinkohs.

Während die Gäste in ihren Aktionen sehr schwerfällig waren und pomadig wirkten, unterliefen den Gastgeberinnen in der ersten Viertelstunde viele technische Fehler, die zu Ballverlusten führten.

Ebenso hatten die TSG-Spielerinnen in der Anfangsphase Probleme, das Gehäuse zu treffen. Aber auch die Spandauer Torhüterin Isabel Joyce Hoffmann parierte hundertprozentige Chancen und musste in den ersten zehn Minuten nur zweimal hinter sich greifen (2:3). So wirkten die TSG-Spielerinnen immer nervöser und konnten sich nicht absetzen. Klaren Kopf behielt allerdings Vivien Millrath. Sie kurbelte das Spiel aus dem Rückraum immer wieder an und war auch mit insgesamt zehn Toren die sicherste Vollstreckerin im TSG-Team.

TSG-Trainer Christoph Nisius war richtig angefressen und lief immer vor der Bank auf und ab. Erst nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Vermutlich hat da die Kabinenansprache von Nisius gewirkt. Innerhalb von gut vier Minuten erzielte sein Team vier Tore durch Millrath (3) und Vivien Bartlau (15:7/34.). Nun erhöhten die Wismarerinnen weiter den Druck. Die Aktionen waren zielstrebiger und die Bälle wurden platzierter geworfen. Die Gäste zeigten wenig Gegenwehr und waren dann in den letzten 20 Minuten völlig überfordert. Das zeigte sich auch in der Torausbeute. Denn in der gesamten zweiten Halbzeit gelangen den Spandauerinnen lediglich vier Treffer. „Dass wir am Ende so klar verlieren, damit haben wir nicht gerechnet“, gab Marcel Wiesner, Trainer des VfV Spandau, zu. „Wir wussten, dass Wismar eine gute Mannschaft hat, mit hoher Qualität und Athletik. Mein Team hat es nicht geschafft, in der zweiten Halbzeit konsequent dagegenzuhalten“, analysierte Wiesner. „Das Ergebnis mit diesem Abstand geht in Ordnung“, meinte er.

Ganz anders drauf war nach der Schlusssirene TSG-Trainer Christoph Nisius. Er strahlte über das ganze Gesicht und bedankte sich zusammen mit der Mannschaft auf dem Parkett bei den 470 Zuschauern für die Unterstützung von den Rängen. Trotzdem war er mit der Art und Weise, wie der Sieg zustande kam, nicht zufrieden. „Es war kein schönes Spiel. Das hatte für mich wenig mit Handball zu tun“, kritisierte er. „Wir haben aus dem Hinspiel unsere Lehren gezogen und dahingehend unsere Deckung umgestellt. Das hat geklappt“, so der TSG-Trainer. Spandau habe gegen die Wismarer Deckung kein Mittel gefunden. „Im Angriff kamen die Mädels dann auch ins Rollen, so dass wir am Ende mit 14 Toren Unterschied auch das Spiel verdient gewonnen haben“, lobte Nisius doch noch sein Team.

Wenig Verständnis hatte er für die Aktion der Gäste nach Spielende. Während sich das TSG-Team von seinen Fans feiern ließ, „grätschten“ die Spandauerinnen dazwischen, jubelten und drehten auf dem Parkett eine Ehrenrunde, obwohl sie klar mit 11:25 verloren haben. „Sich nach einer solchen Klatsche feiern zu lassen, möchte ich nicht weiter kommentieren“, erklärte Nisius. Spandaus Trainer Wiesner verteidigte dagegen seine Mädels: „Wir haben ja schließlich nicht gegen eine Kirmesmannschaft verloren, sondern gegen ein Team, das auf allen Positionen mit Drittliga-Spielerinnen besetzt ist.“

Peter Preuß

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