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Handball Umformierte DSV-Sieben überrascht
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00:10 29.12.2017
Sebastian Voigt (am Ball) hat schnell in die Spielmacher-Rolle gefunden und ist zudem mit 59 Toren der beste DSV-Werfer. FOTOS (2): ANJA OTT

„Sehr zufrieden“ ist Lars Rabenhorst überaus selten. Doch wenn der Trainer des Bad Doberaner SV in der kurzen Weihnachtspause der Handball-Oberliga auf die ersten 12 von 26 Saisonspielen zurückblickt, benutzt er genau diese Worte. Das hat einen guten Grund, denn bis jetzt haben die Münsterstädter sich überraschend gut geschlagen. „Dass wir zum Jahres-Ende mit 13:11 Punkten dastehen, hätte ich vorher nicht geglaubt“, sagt Rabenhorst. Er sei überrascht von der positiven Entwicklung seines Teams.

Oberliga- Handballer des Bad Doberaner SV blicken zufrieden auf erste Halbserie und wollen im neuen Jahr weitere Favoriten ärgern.

Mit Blick auf die Zugänge Ben Meyer, Tobias Malitz und Johannes Spitzner spricht der 43-jährige Coach „von ein bissel Glück, das wir gehabt haben“. Allerdings wurde es den „Neuen“ in Bad Doberan auch leichtgemacht, Fuß zu fassen. „Ich bin toll aufgenommen worden, der Umgang innerhalb der Mannschaft inklusive des Trainers ist total locker“, sagt beispielsweise Ben Meyer (22), der aus Ribnitz kam und nach kleinen Anlaufschwierigkeiten zu einer festen Stütze im Angriffsspiel des DSV geworden ist.

Auch Johannes Spitzner (20) – er kam vom SV Warnemünde – hat im Verlauf der Hinrunde deutlich zugelegt. Torhüter Tobias Malitz (22), der beim HC Empor Rostock Zweitliga-Erfahrung sammelte, erfüllte die hohen Erwartungen auf Anhieb mit starken Leistungen. Hinzu kamen die Steigerungen von Tom Paul (19) und Sebastian Voigt (26). Der Youngster des Teams hat einen Riesensprung gemacht und profitiert vor allem von seiner Schnelligkeit. Voigt hat nach dem Abgang von Maximilian Lendner sehr schnell in die Rolle des Spielmachers gefunden und ist dazu mit 59 Toren (27 Siebenmeter) der beste Werfer der Bad Doberaner.

Ausfälle gut kompensiert

Und dann hat der DSV ja auch noch Yan Vizhbovskyy. Der 40-jährige Ukrainer mit Europapokal-Erfahrung war allerdings nur in sechs der zwölf Spiele dabei. Dass es trotzdem lief, war auch für Rabenhorst eine Überraschung. „So wichtig Yan für uns ist – dass es auch ohne ihn läuft, hätte ich vorher nicht geglaubt. Alle anderen sind in die Bresche gesprungen“, meint der Coach, der zudem mehrere Wochen auf seinen Kapitän Sebastian Prothmann im Tor verzichten musste.

Die Kompensation dieser beiden Ausfälle veredelt die DSV-Ausbeute, die sogar noch ein bisschen besser hätte ausfallen können. So war beispielsweise die 28:29-Niederlage beim HSV Insel Usedom ausgesprochen unglücklich. Auf der anderen Seite wurden knappe Partien gewonnen, die in jüngerer Vergangenheit noch verloren gegangen wären, so beim 24:23- Heimsieg gegen die SG Uni Greifswald/Loitz oder beim 29:27 in Brandenburg. Auch die Tatsache, dass es nur eine einzige Klatsche (22:34 in Ludwigsfelde) gab, spricht für die Doberaner.

Überraschungen sind drin

So kann die Rabenhorst-Truppe durchaus optimistisch auf den Rest der Saison schauen. „Wenn alle fit bleiben, können wir sicher noch für die eine oder andere Überraschung sorgen“, sagt Kapitän Prothmann und fügt hinzu: „Dann ist auch über die Saison hinaus einiges möglich.“ Als Torhüter freut sich der 31-Jährige besonderes darüber, dass die Abwehr „wieder viel sicherer“ agiert – vor allem ein Verdienst von Matthias Jahn, Alexander Stöwsand und Johannes Spitzner.

Für Prothmann ist klar, dass „wir individuell sicher nicht die beste Mannschaft der Oberliga haben. Aber wir können halt ganz viel über den Kampf und die mannschaftliche Geschlossenheit ausgleichen.“

So sieht es auch Rabenhorst: „Wenn wir die Saison mit einem ausgeglichenen Punktekonto abschließen, wäre das perfekt.“ Dann ist der Trainer mit Sicherheit auch am Ende der Spielzeit „sehr zufrieden“.

Bisherige Ergebnisse:

DSV – SG OSF Berlin 24:17 Ludwigsfelder HC – DSV 34:22 DSV – HV GW Werder 20:23

VfV Spandau – DSV 25:25

DSV – Grünheider SV 30:20

DSV – Stralsunder HV 21:28

HSV Insel Usedom – DSV 29:28

DSV – SG Greifswald/Loitz 24:23

LHC Cottbus – DSV 31:24

DSV – MTV Altlandsberg 24:22

SV Brandenburg-West – DSV 27:29

DSV – VfL Tegel 37:27

Spielplan Rückrunde:

Termin offen Füchse Berlin II (A)

20. 1., 18.00 Uhr: SG OSF Berlin (A)  3. 2., 18.30 Uhr: GW Werder (A)

17. 2., 19.00 Uhr: VfV Spandau (H) 24. 2., 18.30 Uhr: Grünheider SV (A)  3. 3., 19.00 Uhr: HSV Usedom (H) 10. 3., 19.30 Uhr: Stralsunder HV (A)

17. 3., 19.00 Uhr: Greifswald/Loitz (A)

24. 3., 19.00 Uhr: LHC Cottbus (H)  7. 4., 19.00 Uhr: Ludwigsfelde (H) 14. 4., 17.00 Uhr: Altlandsberg (A) 28. 4., 19.00 Uhr: SV Brandenburg (H)  5. 5., 18.00 Uhr: VfL Tegel   (A) 12. 5., 18.00 Uhr: Füchse Berlin II (H)

Nachwuchs gesucht

Der Handball-Nachwuchs des Bad Doberaner SV sucht weiter nach personeller Verstärkung in allen Altersklassen. Aktuell hat der Verein acht Kindermannschaften. Mädchen und Jungen können in einer Schnupperstunde gerne mal ihre Fähigkeiten am runden Leder in der Halle testen. „Probiert es doch einfach mal aus“, sagt Abteilungsleiter Torsten Römer und lädt alle Interessierten ein. Wer mehr über die Jugendarbeit beim Bad Doberaner SV erfahren möchte, kann sich unter ☎ 0172 / 3889837 oder per e-Mail an die.roemis@t-online.de bei Torsten Römer melden.

Burkhard Ehlers

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