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Handball Vor der Pause den Grundstein für Auswärtserfolg gelegt
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00:00 30.01.2018
Mit elf Toren war TSG-Spieler Marc Hünerbein wieder bester Schütze seines Teams. Vier Treffer erzielte er vom Siebenmeterpunkt. Quelle: Foto: Werner Franke

Schwaan/Wismar Mit weiteren zwei Punkten kehrten die Handballmänner der TSG Wismar von ihrem Spiel beim Schwaaner SV heim. In der ersten Hälfte eine spielerisch starke Leistung, in Hälfte zwei kämpferisch überzeugt. Beides zusammen bringt den nächsten Erfolg – 33:28 siegt die TSG in Schwaan und übernimmt damit die Tabellenführung vor Neubrandenburg.

TSG-Handballer siegen beim Schwaaner SV 33:28 und sind Spitzenreiter

Dabei begann die Partie vor gut 200 Zuschauern auf den Rängen zunächst ausgeglichen. 2:2 nach fünf Minuten, es sollte aber auch der letzte Gleichstand in dieser Begegnung sein. Danach setzte sich die TSG etwas ab. Das 7:4 (11.) durch Malte Meiser war bis dato bereits sein fünfter Treffer. Immer wieder wurde er auf der rechten Außenposition gut freigespielt und er nutzte das mit einer hundertprozentigen Abschlussquote.

In den nächsten Spielminuten blieb der Drei-Tore-Vorsprung konstant. Das 11:8 (21.) für die Gäste ließ das Spiel offen. Doch die Wismarer Mannschaft hatte sich jetzt gut auf das Abwehrsystem der Gastgeber eingestellt. Immer besser ließen sie Ball und Gegner laufen, das Ergebnis war eine 18:12 Pausenführung.

„Sehr effektiv waren wir im Überzahlspiel in den ersten 30 Minuten. Da waren die Spieler sehr geduldig und erspielten sich die Tore mit viel Übersicht“, sagte Trainer Maik Robitt nach dem Spiel. Aber der SSV war noch nicht geschlagen und es erwartete das TSG-Team viel Gegenwehr in Halbzeit zwei. Mit einer doppelten Manndeckung gegen Tom Koop und Marc Hünerbein versuchten die Schwaaner nun, den Spielfluss der Gäste zu brechen. Darauf war die TSG vorbereitet und mit Hannes Jehring hatten die Wismarer für diese Option den etatmäßigen Kreisspieler in den Rückraum beordert. „Für mich sicher etwas ungewohnt, aber für den Erfolg der Mannschaft spielen wir da, wo uns die Trainer brauchen“, so Jehring nach dem Spiel. Und er machte seine Sache sehr gut.

Doch einige Nachlässigkeiten schlichen sich nun in das Wismarer Spiel. Im Abschluss waren die Spieler nicht mehr so konzentriert und so ließen sie einige freie Würfe liegen. Gleichzeitig bekam die Abwehr jetzt weniger Zugriff auf die gegnerischen Spieler. „Da waren wir im Deckungsverband zu inaktiv und reagierten immer nur auf die Aktionen der Schwaaner“, monierte auch Trainer Sven Hünerbein im Anschluss. Und so war beim 24:20 (47.) für die TSG weiterhin alles offen. Die nun folgende Wismarer Auszeit sollte die Reihen wieder wecken, besonders mehr Aktivität in der Abwehr wurde gefordert.

Die Gastgeber versuchten es nun, mit dem siebenten Feldspieler noch mehr Druck auf die TSG-Deckung zu erzeugen. Und sie hatten damit auch Erfolg, aber der Angriff der Gäste hatte meist sofort eine Antwort parat. Beim 28:25 (52.) für Wismar ging es in die Schlussphase, für beide Teams war noch alles drin. Die TSG erzielte dann den nächsten Treffer und das 30:25 war dann Torwart Andreas Link vorbehalten, der den Ball ins leere Tor der Schwaaner warf. „Mein erstes Karrieretor“, stellte er nach Spielende fest. Nun hatte sich die Wismarer Defensive auch wieder gefestigt und beim 33:26 hatten die TSG-Spieler den Sack zugemacht. Am Ende eines abwechslungsreichen Spieles konnte das TSG-Team mit seinen 30 mitgereisten Fans dann jubeln. Mit 33:28 hatten sie beide Punkte eingefahren.

„Erstmal Danke an unsere Fans für die Unterstützung. Wir mussten heute schon einige Phasen durchleben, weil wir aufgrund verschiedenster Ausfälle auch viel umstellen mussten. Aber wir geben den Jungs die Chancen und das Vertrauen, sich durch Spielerfahrung auch weiterzuentwickeln. Das zeigte sich im Positiven heute bei Malte Meiser, der eine gute Partie spielte“, so Trainer Sven Hünerbein.

Nach dem Spiel erreichte die Mannschaft dann die Nachricht von der Niederlage des bisher ungeschlagenen Teams aus Neubrandenburg beim HSV Grimmen. Dadurch sind beide Mannschaften jetzt nach Minuspunkten gleich. Mit 26:2 Zählern liegt die TSG derzeit weiter auf Rang eins in der MV-Liga und bereits am kommenden Samstag sind sie wieder zu sehen. Dann empfangen sie um 18.00 in der Sporthalle an der Bürgermeister-Haupt-Straße den HC Empor Rostock II.

TSG Wismar: Link 1, Robitt; Farwick 1, Meiser 7, Boos, Jehring 4, F. Dettmann, P. Dettmann 1/1, Hünerbein 11/4, Büscher, Koop 4/1, Stender 4.

Sven Meyer

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