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Sportmix Hansas Heimschwäche vergrault die Fans
Sportbuzzer Sportmix Hansas Heimschwäche vergrault die Fans
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00:00 29.03.2014
Das haben wir selber verbockt.“ Hansa-Stürmer Halil Savran (28) zum Zuschauerschwund

Wenn die Hansa-Profis heute um kurz vor 14.00 Uhr in die DKB-Arena einlaufen, wird das Stadion so leer sein wie noch nie in dieser Saison. Die schwachen Leistungen der Rostocker, die von ihren fünf Heimspielen in diesem Jahr noch keines gewinnen konnten (drei Niederlagen), kosten den chronisch klammen Klub richtig viel Geld, denn die wichtigen Zuschauereinnahmen brechen zunehmend ein: Beim Duell des Drittliga-Neunten gegen den Elften Stuttgarter Kickers werden heute wohl fast 80 Prozent der 29 000 Tribünenplätze leer bleiben. Der bisherige Minusrekord — das Spiel gegen Duisburg (0:1) wollten vor einer Woche nur 7800 Zuschauer sehen — wird heute noch mal unterboten. Zum Duell der beiden ehemaligen Bundesligisten erwartet der Klub gerade mal 6000 Zuschauer.

Hansas Heimschwäche vergrault die Fans. „Ein gewisser Reiz ist weg“, sagt Andreas Bergmann und sieht die Ursache für den Zuschauerschwund vor allem darin, dass alle Aufstiegshoffnungen geplatzt sind.

Allerdings kamen zum ersten Heimspiel des Jahres Anfang Februar gegen Osnabrück (1:1) — damals war Hansa als Vierter noch in Reichweite des Relegationsplatzes — auch nur 8400 Fans. „Wir haben zuletzt sicher nicht viele Gründe dafür geliefert, damit die Leute massenweise ins Stadion strömen“, weiß Hansas Cheftrainer.

Dass sich die Fans derzeit mehr und mehr von ihrem Klub abwenden, wird natürlich auch in der Mannschaft registriert. „Das haben wir selber verbockt“, sagt Halil Savran mit Blick auf zuletzt drei Niederlagen in Serie vor heimischer Kulisse. Für die Spieler sei die Unterstützung der Fans ein wichtiger Faktor, erklärt der Stürmer. „Jeder einzelne Zuschauer mehr ist gut für die Motivation.“ Das traditionell große Zuschauerinteresse ist immer noch ein wichtiger Standortvorteil für Hansa. „Der Reiz, hier nicht vor 2000 oder 3000 Zuschauern zu spielen wie bei anderen Vereinen in der 3. Liga, hat für viele Spieler eine Rolle gespielt, als sie bei Hansa unterschrieben haben“, sagt Savran.

Ob David Blacha gegen die Kickers auflaufen kann, stand gestern Nachmittag noch nicht fest. Hansas bester Schütze (acht Tore), der am Dienstag in Saarbrücken eine Innenbanddehnung erlitten hatte, konnte auch am Abschlusstraining nicht teilnehmen. Bergmann: „Für ihn wird es ganz eng.“

• Über das aktuelle Geschehen beim FC Hansa Rostock berichtet die OSTSEE-ZEITUNG auch in den sozialen Netzwerken Twitter und Facebook sowie im OZ-Fußball-Portal Sportbuzzer

HANSA-NOTIZEN
So könnten sie spielen:

Hansa Rostock: Hahnel — Krauße, Weidlich, Pelzer, Radjabali-Fardi — Pekovic, Haas — Mendy (Blacha), Jakobs — Savran, Ioannidis.



Stuttgarter Kickers: Redl — Gerster, Auracher, Stein, Baumgärtel — Braun, Marchese — Leutenecker, G. Müller, Calamita — Soriano.



Anstoß: 14.00 Uhr



Sönke Fröbe

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