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Harting-Show in Berlin

Berlin Harting-Show in Berlin

Diskus-Weltmeister gewinnt Istaf-Meeting in seiner Heimatstadt. Auch Storl mit Kraftakt erfolgreich. Bartels nahm Abschied. Pech für WM-Champion Holzdeppe: beim Aufwärmen verletzt.

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Genoss die Atmosphäre: Der Neubrandenburger Kugelstoßer Ralf Bartels absolvierte in Berlin seinen letzten großen Wettkampf.

Quelle: Fishing4

Berlin. Es war die große Diskus- Show des Robert Harting. Zum fünften Mal gewann der Weltmeister beim Leichtathletik-Meeting Istaf in seiner Heimatstadt Berlin. Mit 69,02 Metern übertrumpfte er gestern seinen deutschen Widersacher Martin Wierig und begeisterte die rund 50 000 Zuschauer. Aus dem Gold-Quartett von Moskau stemmte sich auch David Storl als Kugelstoß-Sieger noch gegen die Müdigkeit am Saisonende.

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Genoss die Atmosphäre: Der Neubrandenburger Kugelstoßer Ralf Bartels absolvierte in Berlin seinen letzten großen Wettkampf.

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Für Olympiasieger, Welt- und Europameister Harting war es in seinem „Wohnzimmer“ Olympiastadion ein hartes Stück Arbeit. Er musste sich nicht nur des polnischen WM-Zweiten und Istaf-Vierten Piotr Malachowski (64,79) erwehren, sondern auch Wierig in Schach halten. Der Magdeburger WM-Vierte hatte im vierten Versuch mit 66,73 Metern die Führung übernommen und Harting zum 69,02-Meter-Konter herausgefordert. „Ich bin erleichtert, weil meine Form alles andere als gut ist“, meinte Harting, der durch Wierigs- Wurf aufgeweckt wurde: „Er hat mich wach gemacht.“

Etwas ausgepowert war der Kugelstoß-Hüne David Storl, dem 20,91 Meter reichten, um den Tschechen Ladislav Prasil (20,79) auf den zweiten Rang zu verweisen. „Es war mein vierter Wettkampf in sieben Tagen“, entschuldigte sich der 23-jährige zweimalige Weltmeister aus Chemnitz, nicht noch einmal eine 21-Meter-Weite geschafft zu haben.

Den letzten Stoß seiner Karriere vor großer Kulisse machte Ex-Europameister Ralf Bartels. Mit 19,08 Meter wurde der Neubrandenburger Fünfter. Auf einer Ehrenrunde mit Storl wurden die beiden „Eisenmänner“ gebührend gewürdigt.

Für einen weiteren deutschen Sieg sorgte Christian Reif aus Saarbrücken im Weitsprung mit 8,11 Metern. Pech hatte Höhenflieger Raphael Holzdeppe, der sich beim Aufwärmen an der Wade verletzte und passen musste. „Vielleicht war alles etwas zu viel“, meinte der Stabhochsprung- Weltmeister aus Zweibrücken. Enttäuschend war das Abschneiden der anderen deutschen Starter: Der WM-Dritte Björn Otto, Malte Mohr und Karsten Dilla schafften ihre Anfangshöhen nicht.

Speerwurf-Champion Christina Obergföll fehlte wie drei Tage zuvor in Zürich die Energie, sich noch mal zu motivieren und musste auch bei der zweiten WM-Revanche die Überlegenheit von Maria Abakumowa anerkennen. Die Russin stellte mit 70,53 Metern eine Weltjahresbestleistung auf. Den Weltrekord der Tschechin Barbora Spotakova (72,28 Meter) verpasste die WM-Dritte nur um 1,75 Meter. Die Offenburgerin Obergföll kam mit nur einem gültigen Versuch und 63,30 Metern hinter Ex-Europameisterin Linda Stahl (Leverkusen/65,35) auf Platz drei. „Ich habe erwartet, dass Abakumowa 70 Meter wirft und bin glücklich, dass sie es nicht schon bei der WM in Moskau geschafft hat“, meinte Obergföll nach ihrem letzten Wettkampf der Saison.

Im Kugelstoßen der Frauen ist Weltmeisterin Valerie Adams für Christina Schwanitz zu stark. Die sächsische Vizeweltmeisterin musste sich mit 19,43 Metern einmal mehr der Neuseeländerin (2 0,58) geschlagen geben. Die Olympia-Zweite Nadine Kleinert aus Magdeburg beendete als Vierte ihre Erfolgskarriere. „Es ist ein schönes Gefühl, an der Stätte meines größten Triumphes meinen Abschied zu feiern“, sagte die Zweite der Heim-WM 2009.

Nicht erholt hat sich Betty Heidler vom bitteren Aus in der WM- Qualifikation. Die Hammerwurf- Weltrekordlerin wurde mit 74,62 Metern hinter Anita Wlodarczyk (Polen/77,15) und Tatjana Lissenko (Russland (74,89) nur Dritte. Heidler zerknirscht: „ Diese Saison hätte ich mir sparen können.“

Ich bin erleichtert über das Ergebnis. Martin hat mich wach gemacht.“Robert Harting über den Magdeburger Martin Wierig, der vorübergehend Erster war

 

Frank Thomas

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