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Sportmix Hausding springt in die Geschichtsbücher
Sportbuzzer Sportmix Hausding springt in die Geschichtsbücher
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01:40 23.08.2014

Berlin — Kein Gold, aber ein Rekord: Patrick Hausdings unglaubliche Siegesserie bei der Heim-Europameisterschaft ist zwar gerissen, doch dafür hat der Wassersprung-Weltmeister EM-Geschichte geschrieben. Nach drei Titeln in drei Tagen sprang der 25-Jährige in Berlin mit Synchronpartner Stephan Feck vom Drei-Meter-Brett zu Silber. „Immer nur Gold ist ja langweilig“, scherzte Hausding und betonte dann: „Mit Silber sind wir super zufrieden.“

Erfolgreicher als Hausding, der zuvor im Turm-Synchronspringen sowie in den Einzeln vom Ein-Meter- und Drei-Meter-Brett triumphiert hatte, war bei einer EM noch kein Wasserspringer. Nur der Russe Dimitri Sautin war vor 14 Jahren in Helsinki ebenfalls zu dreimal Gold und einmal Silber gesprungen. „Es ist schön, wenn man in den Geschichtsbüchern steht und auf einen zurückgeblickt wird. Dann hat man später immer ein Gesprächsthema“, sagte Hausding.

Mit einer Medaille im heutigen abschließenden Turm-Einzel kann der Synchron-Weltmeister nicht nur Sautin überflügeln, sondern auch seinen EM-Rekord von 2010 mit insgesamt fünf Medaillen einstellen.

Hausding betonte aber: „Das ist die unwahrscheinlichste Medaillenchance.“

Vom Drei-Meter-Brett waren nur die bärenstarken Russen Ilja Sacharow/Jewgeni Kusnezow (464,64 Punkte) für das deutsche Duo Hausding/Feck (438,15) nicht zu knacken. Dass es für die „Silberfische“ nun zum fünften Mal in Folge „nur“ zum zweiten Platz bei einer EM gereicht hat, trübte die Stimmung nicht. „Es fühlt sich wie Gold an, weil die Konkurrenz in Europa so stark ist“, sagte der Leipziger Feck.

Hausding war die Erschöpfung der vergangenen Tage anzumerken. Vor allem das dramatische Einzel-Finale am Donnerstag, als er sich nach einem verpatzten Auftaktsprung vom letzten auf den ersten Platz vorgekämpft hatte, hinterließ Spuren. „Das gestern war wie im Märchen“, sagte Hausding. Vom Turm musste sich Maria Kurjo mit dem fünften Platz zufrieden geben. Den EM-Titel sicherte sich die Britin Sarah Barrow vor der Italienerin Naomi Batki und der ukrainischen Titelverteidigerin Julia Prokoptschuk.

Die deutschen Schwimmer blieben gestern wie erwartet ohne Medaille.

Männer, 100 m Freistil: 1. Manaudou (Frankreich) 47,98 s; 12. M. Deibler (Hamburg) 49,13 (Halbfinale); 800 m Freistil: 1.

Paltrinieri (Italien) 7:44,98 Min.; 10. Vogel (München) 7:58,34 (Vorlauf); 16. Meißner (Würzburg) 8:01,65 (Vorlauf); Frauen, 200 m Brust: 1. Pedersen (Dänemark) 2:19,84; 10. Grimberg (Stuttgart) 2:27,01 (Halbfinale); 100 m Schmetterling: 1. Ottesen (Dänemark) 56,51; 7. Wenk (München) 58,59; Mixed, 4 x 100 m Freistil: 1. Italien 3:25,02 Min. ER.



OZ

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