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Sportmix Hüsing, Hilßner – Heimsieg!
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00:01 21.10.2017

Pavel Dotchev hatte von seiner Mannschaft eine Reaktion gefordert – und sie kam: Eine Woche nach dem enttäuschenden Auftritt in Jena (0:1) setzte sich der FC

Hansa gestern Abend in einem packenden Kampfspiel mit 2:0 (1:0) gegen den VfL Osnabrück durch. Den Weg zum Sieg gegen den starken Tabellenvorletzten ebnete der überragende Abwehrchef Oliver Hüsing per Kopf bereits in der siebten Minute. In der Nachspielzeit machte Marcel Hilßner vor 11600 am Ende erleichterten Zuschauern den Deckel drauf (90.+3). „Es waren heute zwei gute Mannschaften auf dem Platz“, resümierte Dotchev: „Wir hatten ein bisschen Glück, aber ganz unverdient war der Sieg nicht.“

Nach dem Jena-Spiel baute der FCH-Coach sein Team in der Offensive um: Für Benyamina, Alibaz und Hilßner rotierten Väyrynen, Bouziane und Henning in die Mannschaft. Der angeschlagene Alibaz war nicht mal im 18er-Kader. Bei Nieselregen zeigten die Rostocker sofort Zug zum Tor, und das zahlte sich schnell aus: Bischoff legte eine Ecke kurz auf Henning ab, dessen präzise Flanke versenkte Abwehrchef Hüsing aus acht Metern per Kopf zum 1:0 im Tor. Es war bereits der dritte Saisontreffer des kopfballstarken Verteidigers.

Eine verheißungsvolle Anfangsphase nach zuletzt nur einem Sieg aus sieben Spielen! Doch die Dominanz konnte Hansa nicht lange aufrechterhalten. Der Druck ließ nach, und die zunächst in der Defensive indisponierten Gäste fanden in der zweiten Partie unter Interimstrainer Daniel Thioune zusehends besser ins Spiel. Wirklich torgefährlich waren die Niedersachsen dabei zunächst allerdings kaum. Auch Hansa fehlte es vorne wieder mal an Durchschlagskraft, oft kam der letzte Pass zu spät oder gar nicht. Erst in der 43. Minute wurde es noch einmal gefährlich, doch Väyrynens Kopfball landete knapp neben dem VfL-Tor. Die bis dahin beste Möglichkeit für Osnabrück vergab Groß per Kopf (45. +1).

Dass sich der Tabellenvorletzte ein Vierteljahrhundert nach der letzten Niederlage in Rostock (0:2 am 17. Oktober 1992) nicht kampflos geschlagen geben wollte, wurde besonders nach dem Seitenwechsel deutlich. Die Gäste „investierten brutal viel“ (Coach Thioune) machten sofort Druck, doch die letzte Konsequenz vor dem Tor fehlte ihnen weiterhin. Hansa reagierte in dieser Phase nur noch, offensive Aktionen gab es kaum. Auf der anderen Seite parierte Blaswich einen Tigges-Schuss (60.).

Dotchev reagierte und brachte mit Hilßner und Benyamina zwei frische Offensivkräfte. Kurz nach seiner Einwechslung sorgte Benyamina erstmals nach der Pause für Gefahr. Doch Torwart Gersbeck entschärfte den gefährlichen Kopfball des Stürmers, der seit nunmehr sieben Spielen auf seinen fünften Saisontreffer wartet. Bei zunehmendem Dauerregen wurde der Druck der Osnabrücker immer größer, doch im Abschluss waren sie bei zahlreichen Möglichkeiten nicht zielstrebig genug. Als die Niedersachsen in der Nachspielzeit alles nach vorne warfen – auch Torwart Gersbeck stürmte jetzt mit – fiel die Entscheidung: Nachdem der Ball wieder mal im Hansa-Strafraum abgeblockt worden war, gewann der pfeilschnelle Hilßner das Sprintduell gegen den zurückeilenden VfL-Keeper Gersbeck und schob den Ball unter dem Jubel der Fans zum glücklichen 2:0 ein.

Sönke Fröbe und Stefan Ehlers

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