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IOC-Chef Bach hat Großes vor

Buenos Aires/Berlin IOC-Chef Bach hat Großes vor

Nach dem Aufstieg auf den Olymp warten auf den 59-Jährigen nun die Mühen der Ebene. Der DOSB sucht einen neuen Chef.

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Thomas Bach ist der erste Olympiasieger im Amt des IOC-Präsidenten. Der 59-jährige frühere Fechter muss einige aktuelle Probleme der olympischen Bewegung bewältigen.

Quelle: dpa

Buenos Aires. Thomas Bach hat Großes vor. Kaum war der Applaus für seinen historischen Olympiasieg verebbt, da wurde der neue IOC-Präsident auch schon programmatisch. Der Jurist aus Tauberbischofsheim will das Premiumprodukt Olympia den Athleten zurückgeben und das Internationale Olympische Komitee (IOC) zu einer stärkeren gesellschaftspolitischen Macht entwickeln. Die olympische Welt muss sich auf einen Paradigmenwechsel einstellen.

„Wir müssen uns klarmachen, was das IOC tun kann, wofür wir da sind und was wir nicht machen können. Das IOC kann nicht unpolitisch sein“, erklärte der 59-Jährige nach dem Ende der 125.

IOC-Vollversammlung in Buenos Aires gleich auf seiner ersten Pressekonferenz. Bach will den Ringe-Orden für Diskussionen mit hochrangigen Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Kultur öffnen und eine professionellere Entscheidungsfindung fördern. „Wir müssen erkennen, dass Olympische Spiele politische Auswirkungen haben, aber um unsere Rolle zu erfüllen, müssen wir politisch neutral sein.“

Bach, der erste Olympiasieger als IOC-Präsident, wird am kommenden Dienstag in seiner neuen Wahlheimat Lausanne die Geschäfte aufnehmen. Die problembeladenen Winterspiele vom 7. bis 23. Februar im russischen Sotschi sind gleich seine erste Herausforderung. Auch die Spiele in Rio 2016, Pyeongchang 2018 und Tokio 2020 versprechen lukrative Märkte — und große Schwierigkeiten auf Kosten der Athleten.

Deutliche Kritik an Bachs Wahl kam von einem früheren Athleten. Michael Groß meinte, der deutsche Sport habe Grund zur Freude, weil sich nun auch an der Spitze endlich etwas bewegen könne. „Thomas Bach stand für Verwalten, nicht Gestalten. Geräuschlos und wenig ergebnisreich war sein Wirken“, so der dreimalige Schwimm-Olympiasieger im „Handelsblatt Online“. Kugelstoß-Europameisterin Nadine Kleinert sagt zur Wahl Bachs: „Das ist gut für uns — hoffe ich jedenfalls. Denn er hat eine komische, zwiegespaltene Einstellung zu einem Anti-Doping-Gesetz. Das bräuchten wir aber dringend.“

Deutschlands Dachverband DOSB sucht derweil in den kommenden Wochen einen Nachfolger für seinen scheidenden Präsidenten. Noch hat sich kein Kandidat aus der Deckung gewagt.

Gesucht wird eine führungsstarke Persönlichkeit, die beste Kenntnisse darüber hat, wie der Dachverband funktioniert und wohin er geführt werden soll, die fest verwurzelt ist in der Gesellschaft, die weiß, wie man Olympische Spiele ins Land holt — und das alles in einem Ehrenamt. Eingeleitet wird der Findungsprozess am Montag in Frankfurt/Main , wenn Bach seine nationale Präsidentschaft niederlegt.

Von da an hat ein Trio das Sagen: Der Ex-Banker Hans-Peter Krämer (72), der als Vizepräsident Wirtschaft und Finanzen die Geschäfte übergangsweise führt, dazu Generaldirektor Michael Vesper (61) und Rainer Brechtken (68). Der ist Fraktionsführer der Fachverbände, ohne die gar nichts geht. Krämer, der auch der Deutschen Krebshilfe vorsteht, will den Job schnell stmöglich loswerden — genau am 7. Dezember, wenn die DOSB-Vollversammlung tagt.

Thomas Bach stand für Verwalten, nicht Gestalten. Geräuschlos und wenig ergebnisreich war sein Wirken.“Schwimm-Olympiasieger Michael Groß

sieht die Wahl von Bach kritisch

 

Sven Busch und Günter Deister

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