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Ioannidis trifft — Hansa tanzt Sirtaki

FC Hansa Rostock 4:2 Jahn Regensburg Ioannidis trifft — Hansa tanzt Sirtaki

Zwei Tore erzielt, eins vorbereitet: Der Grieche stand erstmals in der Startelf und war der Mann des Abends.

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Hansas Grieche Nikolaos Ioannidis bejubelt einen seiner zwei Treffer. Leonhard Haas (M.) und Denis Weidlich freuen sich mit ihm.

Quelle: Inside Picture

Rostock. Dieser Grieche ist Gold wert. Hansas umjubelter 4:2 (3:1)-Sieg gegen Zweitligaabsteiger Jahn Regensburg wurde gestern Abend zur großen Show von Nikolaos Ioannidis. Die 19-jährige Leihgabe von Olympiakos Piräus stand zum ersten Mal in der Startelf und bedankte sich auf seine Weise: Das Führungstor durch Steven Ruprecht (5. Minute) bereitete der Stürmer mit vor, das 2:0 (10.) und 3:0 (13.) erzielte Ioannidis dann selbst. Bei seiner Auswechslung in der 80. Minute wurde er von 8800 Zuschauern in der DKB-Arena mit stehenden Ovationen gefeiert. Manfred Starke erhöhte auf 4:1 (88.); für Regensburg trafen in dem packenden Spiel Mario Neunaber (43.) und Aias Amachaibou (90. +1). Nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge ist Hansas Ergebniskrise beendet. Als Tabellenfünfter haben die Norddeutschen, die Samstag in Chemnitz antreten, nun wieder Anschluss nach oben.

Dass Ioannidis wegen einer Mittelfußprellung in dieser Woche kaum trainieren konnte, war ihm in einer turbulenten Anfangsphase des Flutlichtspiels nicht anzumerken. Ioannidis und Hansa legten einen Blitzstart hin: Nach Freistoß-Flanke von Leonhard Haas traf der Grieche den Pfosten, beim Abpraller war der aufgerückte Steven Ruprecht zur Stelle und staubte aus kurzer Distanz zur 1:0-Führung ab — das erste Saisontor für den Innenverteidiger. Die unglücklichen Niederlagen gegen Unterhaching (0:1) und in Heidenheim (0:2) zeigten keinerlei Wirkung, Hansa spielte druckvoll nach vorne. In der zehnten Minute folgte der zweite große Auftritt des Duos Haas/Ioannidis. Wieder servierte der Bayer dem Griechen den Ball präzise auf den Kopf, und der traf aus fünf Metern zum 2:0. Was für ein Auftakt! Die Zuschauer waren aus dem Häuschen und feierten den Griechen zu Sirtaki-Klängen.

Nach zwölf Minuten die erste nennenswerte Offensivaktion für die Gäste: Ein Kopfball von Kapitän Nachreiner landete knapp über dem Tor. Im direkten Gegenzug machten es die in dieser Phase wie entfesselt spielende Bergmann-Elf besser. Dieses Mal nutzte Ioannidis einen Abwehrfehler, stürmte mit dem Ball Richtung Tor und versenkte ihn nervenstark zum 3:0. Jetzt schwappte die La-ola-Welle durchs Stadion. Das Spiel schien entschieden, aber die Regensburger gaben nicht auf, während Hansa das hohe Anfangstempo drosselte und phasenweise die Ordnung verlor. „Dass wir so früh mit 3:0 geführt haben, hat meiner Mannschaft gar nicht so gut getan“, sagte Trainer Andreas Bergmann: „Danach waren wir nie souverän.“ Nach einem Ballverlust von Sebastian Pelzer gab Amachaibou einen Warnschuss ab, aber Johannes Brinkies war auf dem Posten (21.). Gut 20 Minuten später war der Hansa-Keeper völlig neben der Spur und unterlief eine hohe Flanke. Neunaber vollstreckte.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit dem glücklichen Ende für Hansa. „Wir sind noch lange keine Spitzenmannschaft und werden diesen Sieg nicht überbewerten“, sagte Haas. Die Regensburger steckten nie auf, ließen aber gute Möglichkeiten gegen die unsichere Hansa-Abwehr ungenutzt. Der eingewechselte Starke machte den verdienten Sieg perfekt; Amachaibou schaffte in der Nachspielzeit nur noch den Anschlusstreffer.

Statistik
FC Hansa: Brinkies — Mendy, Ruprecht, Pelzer, Radjabali-Fardi — Haas , Grupe — Weidlich (70. Jakobs), Blacha (86. Starke) — Savran, Ioannidis (80. Kucukovic).

Jahn Regensburg: Wiegers — Neunaber, Windmüller, Nachreiner, Haag — Anastasopoulos, Güntner (69. Müller) — Aosman, Amachaibou, Müller — Smarzoch (77. Velagic).

Tore: 1:0 Ruprecht (5.), 2:0; 3:0 Ioannidis (10., 13.); 3:1 Neunaber (44.), 4:1 Starke (88.); 4:2 Amachaibou (90. +1).

Schiedsrichter: Patrick Alt (Heusweiler). Zuschauer: 8800. Gelbe Karten: Pelzer, Mendy/Aosman, Windmüller, Anastasopoulos .

 

Sönke Fröbe

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