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Kitesurfer Gruber hat viel Spaß

Warnemünde Kitesurfer Gruber hat viel Spaß

Warnemünder Woche: Der Bayer gewinnt die zweite Station der Meisterschaftstour. Segler hatten dagegen zum Abschluss viele Probleme mit dem heftigen Wind.

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Florian Gruber sicherte sich bei der Kitesurf-Trophy in Warnemünde den Gesamtsieg beim Race.

Quelle: Brand Guides

Warnemünde. Die 76. Warnemünder Woche hat am Wochenende einen stürmischen Abschluss erlebt. Am Sonnabend und Sonntag wehte es so stark wie an keinem anderen Tag zuvor über die Ostsee. Windgeschwindigkeiten von mehr als 34 Knoten wurden erreicht. Des einen Leid war des anderen Freud. Während gestern viele Segelklassen nicht aufs Wasser durften oder wollten, hatten die Kitesurfer in Warnemünde ihren Spaß mit den kräftigen Böen.

Am Strand lieferten die „Drachen-Surfer“ ihre spektakuläre Show ab. Sie wetteiferten dabei auch um wichtige Punkte, denn die Kitesurf-Trophy in Warnemünde war die zweite Station der insgesamt vier Stopps umfassenden deutschen Meisterschaftstour. In der Renndisziplin bestätigte der Garmisch-Partenkirchener Florian Gruber, amtierender deutscher Meister und Weltcup-Zweiter, seine Favoritenstellung mit dem souveränen Gesamtsieg. „Ich will meinen Titel verteidigen. Da war ein Sieg hier Pflicht“, sagte Gruber.

Etwas weiter draußen auf dem Wasser schaukelten dagegen die Segelboote gewaltig hin und her. Am Sonnabend zogen die mehr als zehn verbleibenden Klassen ihre Wettfahrten noch eisern durch. Auch die traditionelle Mecklenburgische Bäderregatta von Warnemünde nach Kühlungsborn und zurück fand wie geplant statt. Die Bedingungen stellten einige auf die Probe. „Wir hatten noch die Restwelle vom Vortag zu spüren bekommen. Vor allem in unseren Kuttern, die nicht die schnellsten sind, sind einige auf dem Wasser seekrank geworden. Da hingen einige Köpfe aus den Booten“, beschrieb Hubert Zisch, der mit seiner Teterower Crew in der ZK 10-Klasse den Gesamtsieg feierte.

Eigentlich sollten gestern dann die letzten Rennen in zwölf Disziplinen durchgeführt werden, doch schon am Vormittag gab es haufenweise Absagen. Die kleineren Bootsklassen erhielten keine Starterlaubnis. Andere blieben aus freien Stücken im Hafen. „Das mit dem Wind war einfach zu kritisch. Wir hatten am Vortag genug Wettfahrten durchgeführt, um ein Gesamtergebnis zu erstellen. Es gab auch viele Segler, die sich schlicht nicht getraut hätten rauszufahren“, erklärte Hauptwettfahrtleiter Uli Finckh. Einzig die Klasse J/24 trotzte gestern dem starken Wind und fuhr raus.

Insgesamt gingen in den vergangenen neun Tagen fast 1800 Segler aus 23 Nationen bei der Warnemünder Woche an den Start. Das Event im Ostseebad hatte mehr als 750 000 Gäste angezogen. „Es ist alles gut abgelaufen“, sagte Gesine Schuer vom Pressebüro. Fünf Mastbrüche und zwei Platzwunden waren die harmlose Unfallbilanz. „Von Flaute über leichte Brise und perfekten Wind bis hin zu starken Böen waren alle Segelbedingungen dabei“, so Schuer.

Da hingen einige Köpfe

aus den Booten.“Hubert Zisch,

Segler in der

ZK-10-Klasse über

den Seegang

 

Daniel Heidmann

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