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Sportmix Kleine Lichtblicke — Vettels Team kämpft sich nach oben
Sportbuzzer Sportmix Kleine Lichtblicke — Vettels Team kämpft sich nach oben
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00:00 29.03.2014
Trotz Schwierigkeiten mit der Software seines Boliden will sich Sebastian Vettel in Malaysia auf die vorderen Plätze kämpfen. Quelle: Getty Images

Immerhin, Sebastian Vettels Draht nach oben scheint intakt. „Wenn es regnet, ist alles möglich“, sagte der Weltmeister nach seinem dritten Platz im freien Training von Malaysia. Wenige Minuten später fielen Sturzbäche auf den Kurs in Sepang, Donner grollte und Blitze zuckten durch den dunklen Himmel.

Der Seriensieger der vergangenen Jahre arbeitet mit seinem Team hart, um den Rückstand auf die Silberpfeile zu verkürzen. Lichtblicke wie der dritte Platz am Freitag lassen hoffen. Dennoch kann Red Bull vor dem Rennen am Sonntag ein wenig Hilfe gebrauchen.

Zwar fühle Vettel sich wohl mit dem Auto, das immer konkurrenzfähiger wird. Doch WM-Spitzenreiter Nico Rosberg drehte im Mercedes auch im Training von Malaysia die schnellste Runde. Sein Teamkollege Lewis Hamilton (England) hinterließ als Vierter ebenfalls einen guten Eindruck. „Wir sind sicher nicht die Favoriten an diesem Wochenende“, sagte Vettel daher. Zumal sich auch die Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen (Finnland/Zweiter) und Fernando Alonso (Spanien/Fünfter) konkurrenzfähig präsentierten.

Doch es sind komplizierte Zeiten in der Formel 1, am zweiten Rennwochenende nach dem Wechsel zu den Hybrid-Turbomotoren suchen die meisten Teams noch nach ihrer Position. Auch kleine Fortschritte werden daher genau beachtet, und die erkennt Vettel seit dem enttäuschenden Aus beim Auftakt in Australien. „Wir kämpfen zur Zeit vor allem gegen uns selbst, aber wir werden immer besser“, sagt der 26-Jährige, „jede Runde hilft.“ Die größten Sorgen bereitet dabei weiter die Software zur Motorensteuerung. Schon in Melbourne hatte sie Vettel zur frühen Aufgabe gezwungen. „Es ist so viel Software im Wagen, da hilft es manchmal, das Auto einfach neu zu starten“, sagt der Hesse, „wie zu Hause am Computer. Auch Zufall spielt eine Rolle, und dieser hat uns in Australien eine übergebraten. Da haben wir wohl noch nicht die richtige App gefunden.“

Red Bull hat jedoch trotz des Rückstandes auf Mercedes mittlerweile eine Geschwindigkeit gefunden, um auf das Podium zu fahren. Und vielleicht hilft in Malaysia ja tatsächlich der Himmel mit.

Zumindest für das heutige Qualifying sind wieder starke Gewitter angesagt.



OZ

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