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Sportmix Koch schwimmt im Rekordtempo zu Gold
Sportbuzzer Sportmix Koch schwimmt im Rekordtempo zu Gold
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01:30 22.08.2014

In keiner Schwimmart lässt sich der Heimvorteil so genial von den Fans zum Athleten im Wasser übertragen wie im Brustschwimmen. „Bei jedem Atemzug konnte ich hören, wie die Zuschauer mich angetrieben haben. Das hat mich unglaublich motiviert und auf der harten letzten Bahn getragen“, sagte Marco Koch, der am vierten Tag der EM in Berlin endlich das ersehnte Gold für die deutschen Beckenschwimmer errang. Der 24-Jährige unterbot seinen fünf Jahre alten deutschen Rekord über 200 m Brust in 2:07,47 Minuten um fast eine Sekunde. Der Darmstädter, der drei Zehntel Vorsprung auf den Halbfinal-Ersten Ross Murdoch aus Großbritannien hatte, setzte sich nach dem Triumph auf die Bahnbegrenzung und ließ sich in Jubelpose von den 1600 frenetischen Zuschauern feiern.

„Das ganze Jahr lief für mich schon super. Daher war mir klar, dass ich hier schnell schwimmen würde“, ergänzte der Champion. Koch bewertet diesen Heim-Titel aufgrund der „grandiosen Zeit“ höher als die WM-Silbermedaille 2013, „obwohl die meinen Durchbruch bedeutete“.

90 Minuten zuvor waren Wasserspringer Patrick Hausding gleich zwei Kunststücke auf einen Schlag gelungen: Vor den Augen seines Kumpels Robert Harting sicherte sich der Berliner vom Drei-Meter-Brett am dritten Tag in Folge den Gold-Hattrick. Vor allem aber kämpfte sich der 25-Jährige vom zwölften und letzten Platz nach dem ersten Durchgang in den fünf weiteren Sprüngen noch ganz nach vorn. „Ich war anfangs unkonzentriert und mit den Gedanken ganz woanders.“ So handelte er sich 34 Zähler Rückstand zur Spitze ein. „Ich habe mich gefragt, ob ich bekloppt bin.“ Dann startete er die furiose Aufholjagd mit dem Ziel Medaille. Es wurde sein elftes EM-Gold seit 2008. Hut ab!



fs

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