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Sportmix Kristina Vogel: Im Teamsprint soll erster Titel her
Sportbuzzer Sportmix Kristina Vogel: Im Teamsprint soll erster Titel her
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00:00 18.10.2017
Berlin

Sie ist der Star im deutschen Aufgebot für die Europameisterschaften im Bahnradsport, die von heute bis Sonntag im mit zwei Millionen Euro renovierten Berliner Velodrom stattfinden: Kristina Vogel, zweimalige Olympiasiegerin und neunmalige Weltmeisterin. Die 26 Jahre alte Polizeihauptmeisterin aus Erfurt spricht im OZ-Interview über EM-Ziele, das Fahren ohne Sattel, ihren „Popometer“, die deutsche Leistungssportreform und mehr.

Was haben Sie sich für die Europameisterschaft vorgenommen?

Kristina Vogel: Mir fehlt noch EM-Gold im Teamsprint. Im Sprint und Keirin war ich ja schon Europameisterin. Klar, als Weltmeisterin will ich da nicht hinterherfahren und zumindest auf das Podium kommen. Drei Medaillen sind mein Ziel.

Das 250 Meter lange Oval hat eine neue Bahn aus sibirischer Fichte bekommen. Wie kommen Sie darauf zurecht?

Wir sind am 3. Oktober angereist, um uns mit der Bahn vertraut zu machen. Wir haben uns zunächst von den Männern wie Maximilian Levy und Robert Förstemann, für die das ja die Heimbahn ist, ein paar Ratschläge geholt. Mein Popometer sagt mir: Die Piste ist noch sehr weich. Da merkt man, dass es frisches Holz ist. Aber es passt ganz gut, die Bahn ist erschreckend schnell.

Vor wenigen Wochen ist Ihr Trainer Tim Zühlke nach China zu einer Ihrer größten Konkurrentinnen gewechselt. Wie beurteilen Sie das?

Wenn man mit einem Menschen täglich zusammen ist, sich ständig austauscht und dieser dann nicht mehr da ist, dann tut das weh. Aber ich kann ihn verstehen. Es zeigt, wie groß die Probleme in Deutschland im Leistungssport sind. Die Trainer werden nicht gut genug bezahlt.

Gibt es schon einen Nachfolger?

Nein, vielleicht im November. Ich finde es aber gut, dass ich bei den Gesprächen mit dem Bund Deutscher Radfahrer dabei bin, dass mein Rat gehört wird. Es wird nach derzeitigem Stand jemand von außerhalb nach Erfurt kommen. Das ist nicht nur eine Frage für Thüringen, sondern für den deutschen Sport allgemein.

Wie meinen Sie das?

Wer Gold will, muss Gold fördern. Ich kann mir als erfolgreiche Athletin Sponsoren suchen, der Trainer nicht. Deshalb müssen diese besser bezahlt werden.

Sie haben beim Olympiasieg in Rio 2016 den Sattel verloren. Prüfen Sie den jetzt immer vor dem Rennen?

Wenn es auf der Bahn am Rad mal in bisschen knackt, werde ich schon hellhöriger. Aber ich kontrolliere da nichts extra, ich vertraue meinen Mechanikern.

Was halten Sie vom deutschen Nachwuchs, beispielsweise der Mecklenburgerin Lea-Sophie Friedrich?

Ich habe die Junioren-WM verfolgt. So schön die Erfolge bei den Junioren sind, man muss abwarten, wie es bei den Frauen wird. Da gibt es doch große Unterschiede. Interview: Peter Stein

OZ

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