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Leichtathletik Comeback im zweiten Anlauf: Gabius Sechster in Frankfurt
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14:02 29.10.2017
Arne Gabius läuft beim Frankfurt Marathon als Sechster ins Ziel und erringt den Titel des Deutschen Meisters. Quelle: Thomas Frey
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Frankfurt/Main

Deutschlands schnellster Marathonläufer Arne Gabius hat sich stark zurückgemeldet. In Frankfurt lief er als Sechster ins Ziel. Der 36-jährige Wahl-Stuttgarter verpasste aber in 2:09:59 Stunden seinen vor zwei Jahren am Main aufgestellten deutschen Rekord (2:08:33 Stunden).

„Ich wollte unter 2:10 Stunden finishen und bin auf den letzten Kilometern noch einmal volles Risiko gegangen“, sagte Gabius nach 42,195 Kilometern. Für einen Überraschungssieg sorgte Shura Tola aus Äthiopien in 2:05:50 Stunden vor seinen Landsleuten Kelkile Woldaregay (2:06:56) und Getu Feleke (2:07:46).

Lauf-Profi Gabius musste wegen einer Schambeinentzündung seinen Start bei den Olympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro absagen und konnte erst Anfang diesen Jahres wieder das Training aufnehmen. Bei seinem Comeback im April in Hannover hatte er bei Kilometer 30 aufgeben müssen.

„Die Beine fühlen sich schon zu gut an“, sagte Gabius unmittelbar vor dem Start. Nach der Halbmarathon-Distanz lag er in 1:03:49 Stunden noch auf Rekordkurs, hatte danach aber mit teilweise kräftigem Wind und nachlassenden Kräften zu kämpfen. Kein Wunder: Schließlich hatte die Geburt seines Sohnes Frederik Bosse am vergangenen Donnerstag einige Stunden Schlaf gekostet.

Auf den letzten fünf Kilometern fing er sich jedoch wieder, konnte den Vorjahreszweiten Mark Korir (Kenia/10.) und in einem beherzten Duell auch den Polen Hendryk Szost hinter sich lassen. Nebenbei sicherte sich Gabius noch den deutschen Meistertitel und blieb unter der Norm für die Europameisterschaften 2018 in Berlin, wo er aber nicht im Marathon an den Start gehen will. Stattdessen ist die Teilnahme über 10 000 Meter anpeilt.

Bei den Frauen trumpfte Lokalmatadorin Katharina Heinig stark auf. Die Läuferin der LG Eintracht Frankfurt wurde als Achte beste Europäerin - und deutsche Meisterin. In 2:29:29 Stunden knackte auch sie die EM-Norm. „Das war ein Hammer-Renner“, sagte die 28-Jährige. „Nach hinten raus war es hart, da der Wind zeitweise so stark war, dass man fast aus der Gruppe rausgeweht wurde.“

Die Vorjahreszweite Fate Tola (Braunschweig) musste sich mit Rang neun und 2:30:12 Stunden begnügen. Den Sieg sicherte sich die kenianische 5000-Meter-Olympiasiegerin Vivian Cheruiyot in 2:23:35 Stunden. Zweite wurde Yebrgual Arage aus Äthiopien in 2:24:30 Stunden vor Meskerem Wondimagegn (Äthiopien/2:24:38).

dpa

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