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Sportmix Manche mögen es extrem: „Indianer“ Dittmer greift an
Sportbuzzer Sportmix Manche mögen es extrem: „Indianer“ Dittmer greift an
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00:00 09.06.2017
Zinnowitz/Rostock

Als Andreas Dittmer 2008 in Peking sein letztes Rennen im Canadier absolviert hatte, stand bereits fest, was die Kanu- Legende aus Neubrandenburg als nächstes ausprobieren würde. Wenige Wochen nach den Olympischen Spielen nahm der 36-Jährige – Spitzname „Indianer“ – bei der inoffiziellen Outrigger-WM auf Hawaii teil. Seitdem ist Dittmer diesem Sport treu geblieben. Morgen startet der dreimalige Olympiasieger, achtfache Welt- und fünffache Europameister beim „Xtreme Coast Race“ auf Usedom, einem spektakulären Ausdauerwettbewerb, bei dem zehn Teams in vier Disziplinen gegeneinander antreten.

Neben 19 Kilometer im Outrigger, einem ozeantauglichen Auslegerkanu, stehen für die 40 Athleten ein Halbmarathon, ein 30-Kilometer-Radrennen und 19 Kilometer mit dem Surfski (eine Art Kajak mit Doppelpaddel) auf dem Wettkampfprogramm. Die zehn Vierer- Teams werden heute Abend im Losverfahren zusammengestellt. Mit dabei sind u.a. Vierer-Kajak-Weltmeister Paul Mittelstädt, Vierer-Canadier-Weltmeister Thomas Lück (beide Neubrandenburg), U-20-Vizeeuropameister über 10000 Meter Fabian Gering (Plauen) und Marathon-Landesmeister Carsten Tautorat aus Rostock.

Der prominenteste Teilnehmer ist aber Andreas Dittmer, der sich im Outrigger längst so zu Hause fühlt wie im Canadier. „Weil es meiner ehemaligen Sportart sehr nah ist“, erklärt der 45-Jährige: „Für einen Kanuten ist das kein Problem, der setzt sich rauf und fährt los!“ Fast zehn Jahre nach seinem Karriereende liebt Dittmer immer noch die sportlichen Herausforderungen – und die sind manchmal extrem. Wie 2008 beim spektakulären Molokai-Hoe-Rennen auf Hawaii, als er im Sechs-Mann-Outrigger 72 Kilometer von der Insel Molokai nach Oahu paddelte. Oder im September 2014: Damals legte Dittmer die 104 Kilometer lange Strecke vom dänischen Rönne (Bornholm) nach Sellin auf Rügen im Sechser-Kanu nonstop in neun Stunden und vier Minuten zurück.

Auf die 19 Kilometer vor Zinnowitz hat sich Dittmer zwar nicht speziell vorbereitet. Doch der Ausnahmeathlet, der zu aktiven Zeiten beim SC Neubrandenburg 5000 Kilometer pro Jahr auf dem Wasser zurücklegte, hält sich immer noch fit. „Ich laufe, fahre Rad, spiele Fußball und bin am Wochenende regelmäßig auf dem Wasser“, sagt der gebürtige Neustrelitzer. „Je besser man vorbereitet ist, desto weniger Schmerzen hat man bei solchen langen Distanzen“, weiß Dittmer. Auch auf Usedom will der äußerst vielseitige Sportler nicht hinterherfahren: „Natürlich ist der Ehrgeiz noch da. Wenn man startet, will man auch so gut wie möglich abschneiden. Aber der Spaß steht im Vordergrund.“

In diesem Jahr ist das „Xtreme Coast Race“ Dittmers erstes Rennen im Outrigger – aber nicht das letzte: „Ich versuche, drei, vier Starts im Jahr zu schaffen.“ Ende Juli in Warnemünde und im August auf Rügen will der „Indianer“ wieder angreifen.

Internet: xtreme-coast-race.com

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