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Sportmix „Mia san März-Meister“ — Bayern stellen nächsten Rekord auf
Sportbuzzer Sportmix „Mia san März-Meister“ — Bayern stellen nächsten Rekord auf
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02:25 26.03.2014

Bastian Schweinsteiger und Co. streiften die roten Meister-T-Shirts mit der Nummer 24 über, Pep Guardiola nahm auf der Bank am Mobiltelefon die ersten Glückwünsche entgegen. Ohne Bierdusche, dafür aber mit einer Meisterschale aus Pappe feierte der FC Bayern ausgelassen seinen Turbo-Titel. Durch das 3:1 (2:0) beim tapferen Aufsteiger Hertha BSC sicherte sich der Rekordchampion schon am 27. Spieltag den frühesten MeisterschaftsTriumph in 51 Jahren Bundesliga- Geschichte.

„Nach der vergangenen erfolgreichen Saison haben wir sehr zielstrebig weiter gearbeitet und sind noch früher Meister als im letzten Jahr. Wir sind happy. Wir haben eine Konzentration und ein Momentum, das ist unglaublich“, sagte Sport-Vorstand Matthias Sammer beim Pay-TV-Sender Sky.

Dank der Treffer von Toni Kroos (6. Minute), Mario Götze (14.) und Franck Ribéry (79.) bejubelten die Münchner gestern Abend ihren 24. nationalen Triumph und zum achten Mal hintereinander den Titel auf fremdem Platz. Gegen die Gäste, die die Partie mit sieben deutschen Nationalspielern in der Startelf dominierten, war für die überforderten Berliner auch der zwischenzeitliche Anschlusstreffer von Adrian Ramos per Foulelfmeter (66.) zu wenig.

Thomas Müller heizte den Anhängern in der Kurve per Megafon ein, auch bei der Polonaise auf der Laufbahn verzichteten die Bayern auf die obligatorische Bierdusche.

Mit dem zehnten Auswärtssieg nacheinander stellten die seit 52 Ligapartien ungeschlagenen Bayern schon den nächsten Rekord in dieser Über-Saison auf. Nach dem europäischen Supercup und dem Gewinn der Klub-Weltmeisterschaft jubelte Star-Coach Guardiola schon über seinen dritten Titel im ersten Jahr beim FCB. Der komplette Kader des Spaniers durfte den Triumph in der Hauptstadt feiern. Der Rückflug per Chartermaschine ist erst für heute Mittag geplant.

Nach etwas mehr als fünf Minuten war der März-Meistercoup der Münchner bereits so gut wie perfekt. Müllers Hereingabe lenkte Janker unglücklich vor die Füße von Kroos, der ohne Mühe den Ball durch die Beine des früheren Münchner Keepers Kraft schob.

Eingepackt in eine graue Hertha-Decke verfolgte Bundestrainer Joachim Löw, wie die Bayern mit dem deutschen Septett von Beginn an keinen Zweifel an ihrer meisterlichen Dominanz ließen. Nur acht Minuten nach der Führung flankte Schweinsteiger maßgenau auf Götze, völlig unbedrängt nutzte der 1,76 Meter große Mittelfeldakteur die Vorlage per Kopf zum 2:0.

Auch in der zweiten Halbzeit beherrschten die Münchner das Spiel an der Grenze zur Eintönigkeit. Angestachelt vom Gegentreffer drehten die Bayern noch einmal auf — mit einem Solo narrte Götze die Hertha-Abwehr und passte auf Ribéry, der Franzose lupfte unnachahmbar über Kraft. Damit konnte die Bayern-Party beginnen — einen Spieltag früher als noch im Vorjahr unter Guardiolas Vorgänger Jupp Heynckes.



Jens Mende und Klaus Bergmann

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