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Mourinho trifft auf seinen Lieblingsfeind Guardiola

Prag/London Mourinho trifft auf seinen Lieblingsfeind Guardiola

Im Supercup zwischen Bayern und Chelsea stehen sich heute die beiden Startrainer gegenüber. Engländer holen Millionenstürmer Eto‘o.

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Pep Guardiola (damals FC Barcelona) und José Mourinho (r.), einst bei Real Madrid, waren schon in Spanien keine Freunde.

Quelle: dpa

Prag. In den altehrwürdigen Bahnhofshallen von St. Pancras zog Samuel Eto‘o seine Kappe tief ins Gesicht — doch die Paparazzi erwischten ihn trotzdem. Am späten Mittwochabend war Kameruns Fußball-Superstar mit dem Zug im Herzen Londons angekommen, bevor er standesgemäß in eine Limousine umstieg. Gestern machte der Stürmer, der zwei Jahre beim russischen Klub Anschi Machatschkala spielte, seinen Wechsel zum FC Chelsea perfekt. Eto‘o soll in London acht Millionen Euro kassieren.

Das heutige Spiel um den europäischen Supercup gegen Bayern München droht angesichts des prominenten Neuzugangs fast zur Nebensache zu werden. Teammanager José Mourinho betonte zwar pflichtbewusst, in Prag gehe es um einen „Titel mit Prestige“. Wirklich emotional sieht der FC Chelsea das Duell aber nicht, weil nach dem Triumph im Champions-League-Finale 2012 gegen die Bayern der Revanchegedanke fehlt. Auf den Sieg in der Europa League in diesem Frühjahr ist Chelsea nicht sonderlich stolz.

Interessant wird heute jedoch, wie José Mourinho und Bayern- Trainer Pep Guardiola miteinander umgehen. Guardiola ist Mourinhos Lieblingsfeind, in Spanien hatten sich die beiden als Trainer der Fußball-Institutionen Real Madrid und FC Barcelona Hahnenkämpfe geliefert.

Abseits dieser persönlichen Rivalität sieht Mourinho das Spiel eher als Test. „Für uns ist das Duell eine Standortbestimmung. Wir können uns mit den Besten messen“, sagte Mourinho und lobte den FC Bayern. „Es ist enorm schwierig, ein Triple zu gewinnen. Nur Mannschaften mit einer großartigen Mentalität und mit einer fantastischen Qualität schaffen das.“

Auch bei den Blues will man diese Qualität mit Millioneninvestitionen wieder erreichen. Für 22 Millionen Euro kam André Schürrle aus Leverkusen, dann für 32 Millionen der Brasilianer Willian von Eto‘os Verein Anschi Machatschkala — und nun kommt Eto‘o selbst.

TV: 20.45 Uhr, ZDF und Sky

 

OZ

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