Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Sportmix Münchens Olympia-Pläne für 2022: Neuer Schub durch Bach?
Sportbuzzer Sportmix Münchens Olympia-Pläne für 2022: Neuer Schub durch Bach?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 12.09.2013
München

Die Wahl von Thomas Bach könnte einer möglichen Münchner Olympia-Bewerbung für 2022 nach Ansicht führender Sportfunktionäre einen neuen Schub versetzen. „Das vermindert Münchens Chancen auf keinen Fall. Im ungünstigsten Fall wäre sein Einfluss neutral. Man muss sich ja nur mal Barcelona 1992 anschauen“, sagte IOC-Mitglied Richard Pound gestern.

Damals waren die Sommerspiele an die Heimatstadt des damaligen IOC- Chefs Juan Antonio Samaranch vergeben worden. DOSB-Generaldirektor Michael Vesper zeigte sich zumindest sicher, dass Bachs internationaler Aufstieg „keinerlei negative Auswirkungen“ auf die angestrebte Kandidatur Münchens habe.

Kritiker sind bei der Beurteilung vorsichtiger — und sehen nicht unbedingt Vorteile. „Die Delegierten des IOC werden künftig bei Entscheidungen vermutlich eher darauf achten, dass ein Land nicht zu dominant wird, wenn schon die Führungsposition nach Deutschland geht“, urteilte Clemens Prokop, Chef des Deutschen Leichtathletik-Verbandes, einen Tag nach Bachs Wahl zum Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Als neuer Herr der Ringe sei Bach „zur Neutralität verpflichtet“, betonte Prokop.

Auch das olympia-kritische Bündnis „Nolympia“ sieht keine Vorteile in Bachs Beförderung. „Die Chancen von München sind eher gesunken“, sagte Sprecher Axel Doering. „Der Herr Bach kann jetzt nicht mehr so offen für die Austragung der Olympischen Spiele in München eintreten“, befand er.

Bach war als Chef des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) beim gescheiterten Münchner Bewerbungsanlauf für 2018 noch einer der populärsten Werbeträger für ein Ringe-Spektakel in Deutschland.

Vesper wies die Aussagen der Kritiker zurück: Nach Bachs Wahl sei „das allgemeine Klima sehr positiv. Alle anderen Einschätzungen sind ein Wunschdenken von Gegnern.“

OZ

Anzeige