Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Sportmix NHL-Veteranen bringen viel Erfahrung bei den Piranhas ein
Sportbuzzer Sportmix NHL-Veteranen bringen viel Erfahrung bei den Piranhas ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:00 29.11.2017
Rostock

Auf die Frage, was denn vor dem Tor los gewesen sei, antwortete Gregory „Greg“ Classen augenzwinkernd. „Vielleicht war ich zu nervös“, gab der Neuzugang nach dem Sieg seiner Rostock Piranhas am vergangenen Sonntag gegen die Hamburg Crocodiles schmunzelnd zu Protokoll. Mit 2:1 gewann der Eishockey-Oberligist erstmals nach sechs Pleiten in Folge.

Doch allein im letzten Drittel der Partie hätte der 40-Jährige sein erstes und im Anschluss dann sogar sein zweites oder drittes Tor für die Rostocker Kufencracks erzielen und die Gäste fast im Alleingang vom Eis fegen können. Geklappt hat das nicht. „Dafür gibt es keine Erklärung. Ich war so kurz davor, aber letztlich zählt der Sieg“, erklärte der Deutsch-Kanadier bescheiden. Zwei Mal stand der Angreifer frei vor dem Tor, schoss ein Mal am linken Pfosten knapp vorbei und scheiterte kurze Zeit später bei einem Nachschuss am Hamburger Torhüter.

Classen ist einer von zwei Spielern beim Rostocker Eishockey- Club, die sogar schon Erfahrung in der nordamerikanischen Eishockey-Profiliga NHL gesammelt haben. Zwischen 2001 und 2003 absolvierte er 90 Spiele für die Nashville Predators in der stärksten Eishockey-Liga der Welt. 2014 wurde der heute 40-Jährige zudem Deutscher Meister mit dem ERC Ingolstadt.

Seit knapp vier Wochen spielt und lebt der zentrale Stürmer in Rostock, pendelt zwei Mal in der Woche nach Berlin. Die Nähe zu seiner Wahlheimat war der ausschlaggebende Punkt für den aufsehenerregenden Wechsel in die Hansestadt.

Der Auftrag für den „alten Hasen“ ist klar: Tore machen, um die Play-offs zu erreichen. Dafür muss der REC, der mit 19 Zählern auf dem elften Platz steht, zehn Punkte auf die Moskitos aus Essen (Rang sieben) gutmachen.

Ein wichtiger Ansprechpartner und Helfer an Classens Seite ist der zweite Ex-NHL-Profi Tomas Kurka. 17 Spiele für die Carolina Hurricanes machte der Tscheche zwischen 2002 und 2003. Auch ihm ist die relative Nähe zu seiner Heimat Prag enorm wichtig. Rostock war und ist daher eine gute Alternative für den 35-Jährigen, der seine zweite Saison für die Piranhas spielt.

Doch auch Kurka schwächelt aktuell vor dem Tor. Erst drei Treffer stehen bei ihm auf der Habenseite. Das geht ihm sichtbar nahe. „Ich fühle mich als erfahrener Akteur und als Stürmer mitverantwortlich für die schwierige Lage. Aber ich schaue nur nach vorne. Für uns stehen jetzt eigentlich nur noch vorgezogene Play-off-Spiele auf dem Programm. Ich werde alles tun, damit wir unser Ziel noch erreichen“, verspricht der Tscheche, der gegen die Crocodiles wie Classen beste Torchancen ausließ. Dennoch war die Gemütslage nicht schlecht. „Nach so einem Sieg fühlt man sich natürlich großartig. Wir sind insgesamt besser aufgestellt als im vergangenen Jahr. Wir haben viele junge Spieler und sind auf einem guten Weg. Nur die Ergebnisse haben in den letzten Wochen nicht gepasst“, sagte Kurka.

REC-Cheftrainer Kenneth Latta kann solche Schwäche-Perioden und auch die Torflaute der beiden erfahrenen Angreifer nachvollziehen. „Das geht ja vielen Stürmern so. Hast du Sch... an den Kufen, hast du Sch... an den Kufen“, sagt Latta in Anlehnung an ein bekanntes Fußball-Zitat mit breitem Grinsen. Der Kanadier hat Vertrauen zu seinen Stürmern: „Diese Phasen werden sie überwinden. Ich hoffe, dass der Knoten bald platzt.“

Vielleicht ja schon an diesem Freitag, wenn die Piranhas mit dem Herner EV in der heimischen Eishalle die Schläger kreuzen (20.00 Uhr). Zwei Tage später reisen die Ostseestädter dann nach Braunlage zu den Harzer Falken. Die beiden Stürmer haben dabei das gleiche Ziel: treffen und siegen!

René Warning

Der neue Weltmeister legte bei Sky einen skurrilen Auftritt hin. Die Frage aber bleibt: Ist Manuel Charr der erste deutsche Schwergewichtsweltmeister seit Max Schmeling?

28.11.2017

Der frühere U21-Trainer Horst Hrubesch wird nach einem Bericht der Sport Bild bis zum Dezember 2018 DFB-Sportdirektor bleiben.

28.11.2017

Der Vertrag von Michael Skibbe mit der griechischen Fußball-Nationalmannschaft wird wie erwartet um zwei Jahre verlängert. Der deutsche Trainer soll noch in dieser Woche unterschreiben.

28.11.2017
Anzeige