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Sportmix Pechstein fixiert auf Olympia: Kein EM-Start in Kolomna
Sportbuzzer Sportmix Pechstein fixiert auf Olympia: Kein EM-Start in Kolomna
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07:22 13.12.2017
Wird nicht bei der Eisschnelllauf-EM in Kolomna starten: Claudia Pechstein. Quelle: Rick Bowmer
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Berlin

Für Claudia Pechstein zählt jetzt nur noch Olympia. Deshalb verzichtet die fünfmalige Eisschnelllauf-Olympiasiegerin nach ihren überraschenden Erfolgen im Weltcup auf ihren Start bei den Europameisterschaften im russischen Kolomna (5. bis 7. Januar 2018).

„Diese Europameisterschaften können für mich im Olympia-Jahr kein Gradmesser sein“, begründete die 45 Jahre alte Berlinerin der Deutschen Presse-Agentur ihre Entscheidung. Sie werde sich nun ganz auf das Training für ihre siebten Olympischen Winterspiele in Pyeongchang konzentrieren.

Nur einen Tag nach der Rückkehr vom Weltcup in Salt Lake City, wo sie über 3000 Meter Platz drei belegt und mit dem Team als gleichfalls Dritte die Olympia-Qualifikation perfekt gemacht hatte, reiste Pechstein am Mittwoch ins zehntägige Rad-Trainingslager nach Mallorca. Bereits am zweiten Weihnachtsfeiertag beginnt dann die intensive Trainingsphase auf dem Eis von Inzell.

Bei den Europameisterschaften im russischen Eisschnelllauf-Zentrum Kolomna können keine Tickets mehr für die Olympischen Spiele gebucht werden. Erstmals werden auf dem WM-Eis von 2016 Medaillen auf den Einzelstrecken vergeben, bisher standen in der 125-jährigen EM-Geschichte nur Mehrkämpfe auf dem Programm.

Als Generalprobe für Olympia gilt der Weltcup vom 19. bis 21. Januar in Erfurt. Dort will Pechstein über 3000 Meter einen „konstanten Trainingslauf“ absolvieren. „Das Rennen ist ganz dem Training für Olympia untergeordnet“, sagte die Hauptstädterin. In diesem Winter hatte die Vizeweltmeisterin als Weltcupsiegerin über 5000 Meter in Stavanger und mit dem Erfolg im Massenstartrennen von Calgary die Weltelite verblüfft. Im Gesamt-Klassement auf den langen Strecken liegt sie vor den Rennen in Erfurt auf Platz drei, im Massenstart sogar auf Platz zwei hinter der Italienerin Francesca Lollobrigida.

dpa

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