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Pep Guardiola — vom Balljungen zur bewunderten Trainer-Ikone

München/Barcelona Pep Guardiola — vom Balljungen zur bewunderten Trainer-Ikone

Der große Johan Cruyff war beim FC Barcelona wichtigster Förderer des Spaniers, der als Coach mit den Katalanen in vier Jahren 14 Titel gewann.

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Pep Guardiola und sein Förderer Johan Cruyff 1993 in Barcelona.

München. Schon im Alter von 13 Jahren stieß Guardiola zur Jugendakademie des FC Barcelona, La Masia. Mit 19 debütierte der defensive Mittelfeldspieler in der Primera División und zwei Jahre später gewann er unter Trainer Johan Cruyff den Europapokal der Landesmeister. Im selben Jahr bejubelte er olympisches Gold mit Spanien. Insgesamt gewann der Fußball-Stratege 16 Titel in 17 Jahren bei Barça, das der 47-malige Nationalspieler seit der Saison 1997/98 als Kapitän anführte.

Noch eindrucksvoller ist die Trainer-Ausbeute. Sagenhafte 14 Titel, darunter zweimal die Champions League, gewann der ausgezeichnete Analytiker während seiner vierjährigen Amtszeit. Doch es waren nicht nur die Titel, die seinen Ruf prägten, auch die Liebe zum Stil und zum schönen Fußball war für seine Epoche mit Lionel Messi & Co. bemerkenswert. „Pep Guardiola ist ein Trainer, der Spieler fußballerisch fördert, das hat man beim FC Barcelona gesehen, mit dem er über Jahre große Erfolge gefeiert hat“, betonte Bundestrainer Joachim Löw.

Früh erkannte Cruyff die Fähigkeiten Guardiolas. Als Trainer trieb der Schüler des Niederländers — und ein Stückweit auch dessen Landsmanns Louis van Gaal — das Kurzpassspiel zur Perfektion. Und hatte früh Erfolg: Gleich in seiner Premierensaison als Coach 2007 führte Guardiola die B-Mannschaft des FC Barcelona in die Segunda División B. Joan Laporta, damaliger Präsident Barças, beförderte ihn daraufhin 2008 zum Nachfolger von Frank Rijkaard. Guardiola war der erste Balljunge, der Jahre später als Cheftrainer in Camp Nou wirkte. In der Karriere Guardiolas gab es aber auch ein Kapitel anderer Art. Wegen eines angeblichen Dopingvergehens wurde er während seiner Zeit bei Brescia Calcio in Italien 2001 für vier Monate gesperrt und 2005 sogar zu sieben Monaten Haft verurteilt. Er war der erste Fußballer in Italien, der nach dem neuen Doping-Gesetz bestraft wurde, das die Einnahme verbotener Mittel zu einer Straftat machte. Der Spanier aber beteuerte immer seine Unschuld und wurde 2009, nach dem Ende seiner Karriere, von einem italienischen Berufungsgericht vom Vorwurf des Dopings freigesprochen.

Dass Guardiola sich gegen andere lukrativere Offerten aus dem Ausland und für den FC Bayern entschied, ist auch der Tradition der Münchner geschuldet. Dazu überzeugten Konzept, Trainingsgelände und Jugendarbeit den Fußball-Romantiker von der Iberischen Halbinsel.

Im April 2012 verkündete der dreifache Familienvater, dass er seinen auslaufenden Vertrag in Barcelona nicht mehr verlängern werde, um eine Auszeit vom Fußball zu nehmen. Das tat er in New York, wo er auch Gasthörer der Columbia Universität war, jede Menge Deutsche kennenlernte — und viel neue Kraft für den FC Bayern sammelte.

Bei Barça als Spieler und Trainer alles erreicht
Name: Josep „Pep“ Guardiola.

Geburtsdatum: 18. Januar 1971.

Geburtsort: Santpedor, Spanien.

Vereine als Spieler: FC Barcelona (1990-2001), Brescia Calcio (2001-02), AS Rom (2002-03), Brescia Calcio (2003), Al Ahli (2003-05), Dorados de Sinaloa (2006).

Erfolge als Spieler: Europapokal der Landesmeister (1992), Europapokal der Pokalsieger (1997), UEFA Super Cup (1992, 1997), Olympiasieger (1992), Spanischer Meister (1991, 1992, 1993, 1994, 1998, 1999), Spanischer Pokalsieger (1997, 1998), 47 Länderspiele (5 Tore).

Vereine als Trainer: FC Barcelona B (2007-08), FC Barcelona (2008-12), FC Bayern München (seit 2013).

Erfolge als Trainer: Champions League (2009, 2011), Klub-WM (2009, 2011), UEFA Super Cup (2009, 2011), Spanischer Meister (2009, 2010, 2011), Spanischer Pokalsieger (2009, 2012), Spanischer Supercup (2009, 2010, 2011).

 

OZ

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