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Pfeilschneller Hacker rudert ins Finale

Chungju/Düsseldorf Pfeilschneller Hacker rudert ins Finale

Der Magdeburger war Schnellster im Viertelfinale. Nach sieben Jahren ohne WM-Medaille greift er an.

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Der Magdeburger Marcel Hacker hat zu alter Stärke zurückgefunden. Morgen will er den Einzug ins WM-Finale packen.

Quelle: dpa

Chungju. Schon auf dem Weg vom Anlegesteg zum Bootshaus begann Marcel Hacker mit der Vorbereitung auf seinen nächsten WM-Kraftakt. Der kalte Strahl aus dem Wasserschlauch sorgte für Abkühlung, das folgende Bad im kleinen Eiswürfel-Pool für ruhigeren Atem. „Wichtig ist die Thermoregulation. Zehn Minuten nach dem Rennen war mein Puls noch bei 150“, kommentierte der deutsche Skiff-Meister im Anschluss an seinen Viertelfinal-Sieg in der „Heißmangel“ von Chungju.

Unbeeindruckt von der hohen Luftfeuchtigkeit und der großen Hitze untermauerte Hacker gestern mit der besten Viertelfinalzeit seine Ambitionen. Beim Start-Ziel-Sieg auf dem Tangeum-See ließ der 36 Jahre alte Routinier aus Magdeburg selbst Olympiasieger Mahe Drysdale hinter sich. Der nach einem Fahrradunfall in Südkorea gehandicapte Neuseeländer schied als Vierter überraschend aus. „Klar will ich um eine Medaille rudern. Jetzt muss ich aber erst mal die Speicher auffüllen“, kommentierte Hacker.

Sieben Jahre nach dem letzten Gewinn einer WM-Medaille wird der Olympia-Sechste zum Mitfavoriten. Der starke Auftritt seines Schützlings stimmte Trainer Roland Oesemann zuversichtlich für das Halbfinale: „Von der Besetzung her war es der stärkste Viertelfinallauf. Marcel hat die Aufgabe souverän gelöst. Jetzt ist er im Turnier angekommen.“

Nach wechselvollen Jahren und zwischenzeitlichen Querelen mit der DRV-Führung scheint Hacker auf gutem Weg zu alter Stärke. Als Gründe für diesen Leistungsschub hat Oesemann vor allem Hackers privates Umfeld und dessen Rückkehr in das Trainingsquartier von Magdeburg ausgemacht: „In diesem Jahr stimmt das Gesamtpaket, mit Familie, Training und der Akzeptanz im Verband, dass wir individuell arbeiten können.“

Am vierten Tag der Titelkämpfe gab es für den Deutschen Ruderverband (DRV) jedoch nicht nur Grund zur Freude. Als Vierte des Hoffnungslaufs verpasste Lisa Schmidla (Krefeld) das Einer-Halbfinale. Mit der gleichen Platzierung blieb der leichte Vierer ohne Steuermann auf der Strecke. „Wir haben leider zwei Boote verloren, sind aber in der Norm“, befand Cheftrainer Marcus Schwarzrock. Neun DRV-Boote kämpfen heute und morgen um den Einzug in die Endläufe.

 

OZ

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