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Pferdesport Werth gewinnt erneut Gold - Rothenberger auf Platz vier
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23:52 14.09.2018
Isabell Werth jubelt auf ihrem Pferd Bella Rose. Die deutsche Dressurreiterin holte Gold beim Grand Prix Special. Quelle: Sharon Vandeput/sportfoto-Lafrentz
Tryon

Wieder Gold für Isablle Werth. Die Dressurreiterin hat ihren neunten WM-Titel gewonnen. Die 49-Jährige aus Rheinberg siegte in den USA mit der Stute Bella Rose im Grand Prix Special.

Werth hatte bereits am Vortag mit der deutschen Mannschaft Gold gewonnen und ist die mit Abstand erfolgreichste Reiterin der Welt. Sönke Rothenberger wurde Vierter. Der 23 Jahre alte Student aus Bad Homburg verpasste mit Cosmo seine erste WM-Einzelmedaille. Werth gewann vor der US-Amerikanerin Laura Graves mit Verdades. Eine weitere Medaillenchance gibt es am Sonntag in der Kür.

Für Werth, die mit Gigolo, Satchmo und Weihegold Olympia- und WM-Siege gefeiert hat, ist Bella Rose das „Traumpferd“. Sie hat „alles drauf“, schwärmte die erfolgreichste Reiterin der Welt von ihrer Stute, die sie am Vortag bereits zum Team-Gold getragen hatte.

Am Anfang der Woche hatte Rothenberger noch gesagt: „Er kann grundsätzlich jeden schlagen.“ Doch der junge Reiter machte zu viele Fehler im Spezial, der „Lieblings-Prüfung“ seines Wallachs Cosmo. Ein Chance es besser zu machen hat er am Sonntag, wenn in der Kür weitere Einzelmedaillen vergeben werden.

Für das drittbeste deutsche Ergebnis sorgte Dorothee Schneider. Die 49-Jährige aus Framersheim zeigt mit Sammy Davis Jr. einen guten Special und kam auf Rang elf. „Es hat sich besser angefühlt als im Grand Prix“, kommentierte Schneider und jubelte: „Wir dürfen tanzen - Juchu!“

Gemeint ist, dass Schneider mit ihrem Wallach in der Kür am Sonntag antreten darf. Für Jessica von Bredow-Werndl ist die WM hingegen beendet. Die 32-Jährige aus dem bayrischen Tuntenhausen kam im Special mit Dalera nur auf Rang 16. „Ich bin natürlich enttäuscht“, kommentierte die Reiterin. „Sie hat ihr letztes Hemd für mich gegeben, aber am Ende hat ihr die Kraft gefehlt“, sagte von Bredow-Werndl über ihre Stute, die ihre ersten Saison auf Grand-Prix-Niveau absolviert.

Eine Medaille ist auch in der Vielseitigkeit möglich. Das deutsche Team führt bei der Weltmeisterschaft vor dem Geländeritt an diesem Samstag. Das Quartett um Europameisterin Ingrid Klimke aus Münster mit Hale Bob zeigte starke Leistungen in der Dressur und liegt vor Großbritannien auf Platz eins. Die stärkste Dressurleistung bot Julia Krajewski aus Warendorf mit Chipmunk. Zum deutschen Quartett gehören außerdem Kai Rüder aus Blieschendorf mit Colani Sunrise und Andreas Dibowski (Döhle) mit Corrida. Die Entscheidung fällt nach dem Geländeritt am Samstag im Springen am Sonntag.

Überschattet wurde der dritte Wettkampf-Tag der WM durch ein totes Pferd. Das Tier sei eingeschläfert worden, teilte der Weltverband FEI mit. Grund dafür seien Nierenprobleme bei dem Distanzpferd gewesen. Den Namen und die Nationalität des Pferdes wollte die FEI zunächst nicht nennen. Das Distanzrennen am Mittwoch wurde erst unterbrochen und später ganz abgebrochen. Grund sei die „gefährliche Kombination aus Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit“, sagte FEI-Präsident Ingmar de Vos. Die Entscheidung sei zum Wohle der Pferde getroffen worden.

Eine Sorge weniger hat der deutsche Verband, denn die letzten WM-Pferde sind rechtzeitig vor dem großen Sturm in Tryon angekommen. „Sie sind jetzt in der Quarantäne“, sagte Soenke Lauterbach, Generalsekretär der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN). Das Zentrum des Hurrikans „Florence“ stieß am Freitagmorgen an der Küste von North Carolina auf Land. Der WM-Ort liegt etwa 350 Kilometer landeinwärts.

dpa

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