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Pferdesport Redefin lockt Spitzenreiter und Pferdefreunde
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00:00 11.05.2017

Meredith Michaels-Beerbaum, Felix Haßmann, Marco Kutscher, Rolf Göran Bengtsson – es ist nur ein kleiner Auszug aus der Liste der Reiter, die beim morgen beginnenden Pferdefestival in Redefin an den Start gehen. Die Namen stehen beispielhaft für den Top-Pferdesport, der bis Sonntag beim internationalen Turnier in Mecklenburg zu erwarten ist.

„Wir reiten zwar im eigenen Bundesland, aber von einem Heimvorteil kann keine Rede sein“, sagt Thomas Kleis aus Gadebusch und fügt hinzu: „Vor eigenem Publikum, Freunden und Sponsoren ist der Druck, besonders gut zu sein, sehr groß.“ Der 39-jährige Sieger des deutschen Springderbys von 2009 ist einer von insgesamt fünf zugelassenen Startern aus Mecklenburg-Vorpommern. Mit dabei sind auch Holger Wulschner (Groß Viegeln), André Plath (Timmendorf), Heiko Schmidt (Neu-Benthen) und André Thieme (Plau am See) – sie gehören zur Leistungsklasse I der Springreiter.

„Redefin ist ein Muss. Der Platz und die Stimmung sind super“, meint Kleis, der bei der Kleinen und Großen Tour mit jeweils einem Pferd an den Start gehen wird und sich mit guten Ergebnissen bei Bundestrainer Otto Becker gern für höhere Aufgaben empfehlen würde.

Für Kleis und die anderen MV-Starter ist Redefin eine wichtige Station auf dem Weg zum Deutschen Derby in Hamburg (24. bis 28. Mai) und den deutschen Meisterschaften, die in Balve ausgetragen werden (8. bis 11. Juni). „In Redefin haben wir die Chance, auf Rasen zu reiten. Die wollen wir nutzen und uns Sicherheit für die kommenden Aufgaben holen“, erklärt Kleis.

„Unsere Helden in Redefin sollen Mecklenburger Reiter sein“, wünscht sich Bettina Schockemöhle, die gemeinsam mit ihrem Mann Paul Veranstalterin des Redefiner Turniers ist. Mit einem Gesamtetat in Höhe von 610000 Euro haben sie das Redefiner Festival vorbereitet. Rund 100 Reiter reisen aus 15 Ländern mit knapp 350 Pferden an und kämpfen um 155000 Euro Preisgeld. Wichtigster Wettbewerb ist der Große Preis der DKB mit 50 Teilnehmern.

Neben Springprüfungen gibt es interessante Dressur-Wettbewerbe. Ein Beispiel: der Nürnberger Burg-Pokal für sieben- bis neunjährige Pferde. „Wer das Dressurreiten bei den Olympischen Spielen verfolgt, wird viele Pferde gesehen haben, die vor ein paar Jahren mal in Redefin erfolgreich waren“, erklärt Martina Brüske, die die Medienarbeit des Turniers koordiniert.

Bei der Dressur startet unter anderem Maik Kohlschmidt. Der gebürtige Brandenburger, der in Neustadt/Dosse zum Pferdewirt ausgebildet wurde, seit 2009 in Dänemark arbeitete und jetzt zurückgekehrt ist, schwärmt vom Turnier. „In Redefin zu starten, fühlt sich wie nach Hause kommen an“, sagt der 29-Jährige. „Das Niveau ist gut, und ich will vorn mit dabei sein“, formuliert er seinen Anspruch, der sich mit dem seiner Konkurrenten, die heute und morgen anreisen, decken wird.

Christian Lüsch

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