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Sportmix Raelert-Brüder beim Ironman Hawaii nur Zuschauer
Sportbuzzer Sportmix Raelert-Brüder beim Ironman Hawaii nur Zuschauer
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00:00 07.09.2017
Rostock

Harter Schlag für die Raelert-Brüder: Nach Andreas (41) verpasst nun auch Michael (37) den Saisonhöhepunkt. Seinen geplanten Start bei der Halb-Ironman- Weltmeisterschaft am Sonnabend in Chattanooga (USA) musste der Rostocker wegen Magen-Darm- Problemen absagen. „Beide werden sich in den nächsten zwei Wochen erst einmal auskurieren“, sagte Sven Raelert, der seine beiden Profisportler geschäftlich betreut.

Wegen eines Infekts hatte Michael vor vier Wochen bereits die Teilnahme am ersten Ironman in seiner neuen Wahlheimat Hamburg streichen müssen. Weil dadurch der legendäre Ironman auf Hawaii im Oktober für ihn in weite Ferne gerückt war, sollte die bevorstehende 70.3-WM im US-Bundesstaat Tennessee sein Herbst-Highlight werden. Schließlich hatte er über diese Distanz 2009 und 2010 bereits den WM-Titel geholt und hält hier außerdem den Weltrekord. Dass er in diesem Jahr eigentlich auf einem guten Weg war, verdeutlichte sein EM-Titelgewinn am 18. Juni im dänischen Helsingör. Der Goldmedaille ließ er weitere Siege bei Mittelstrecken-Triathlons an der Müritz und am bayerischen Chiemsee folgen. Doch zwischendurch gab es auch gesundheitliche Probleme. So musste Michael Raelert Anfang Juli bei der Ironman-EM in Frankfurt/Main von Krämpfen geplagt auf der Radstrecke enttäuscht aufgeben.

Bei beiden Rostocker „Eisenmännern“ ist nun der WM-Traum auf Hawaii geplatzt. Den legendärsten Triathlon der Welt werden die Brüder am 14. Oktober diesmal nur aus der Zuschauerperspektive erleben. Schon das zweite Jahr in Folge haben sie kein Hawaii-Ergebnis. Michael fehlte 2016 wegen einer langwierigen Erkrankung. Andreas, der bei der WM auf der Pazifikinsel bereits fünf Mal auf dem Podium stand, aber noch nie gewinnen konnte, musste im Vorjahr aufgeben. Als Folge eines zu früh auskurierten Ermüdungsbruches im Fuß, dessen Nachwirkungen der Oldie auch in diesem Jahr noch spürte – vor allem die Achillessehne zwickte. Der Europameister von 2010 stellte zwar zwischendurch Training und Wettkämpfe um, um doch noch das begehrte Hawaii-Ticket zu lösen. Doch im August beendete Andreas Raelert seine mühsame Jagd auf Qualifikationspunkte.

Der 41-Jährige beherzigte damit das, was er in einem OZ-Interview zu Saisonbeginn als Lehre aus seinem Hawaii-Ausstieg bezeichnete: „Das Hineinhören in meinen Körper ist viel wichtiger geworden. Ich muss ihm die Pausen geben, die er verlangt.“

Die nehmen sich die beiden Brüder nun. Erst wenn sie richtig fit sind, soll es noch in diesem Jahr wieder Wettkämpfe geben. 2018 ist für beide Hawaii erneut das große Ziel. „Das haben beide im Visier“, bestätigt Sven Raelert.

Eine Zusatz-Motivation kommt aus ihrer Heimatstadt: Zum 800- jährigen Stadtjubiläum 2018 würde Rostock die beiden Weltklasse-Athleten gern ins Festkomitee holen. Kai Rehberg

OZ

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