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Sportmix Raelert-Brüder blicken mit Wehmut nach Hawaii
Sportbuzzer Sportmix Raelert-Brüder blicken mit Wehmut nach Hawaii
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00:00 14.10.2017

Rostock. Beim Ironman-Spektakel heute Nacht auf Hawaii sind gleich beide Rostocker Raelert-Brüder aus Verletzungsgründen diesmal nicht dabei. Die OZ sprach mit Michael (37) und Andreas (41), der die WM für das ZDF mitkommentieren wird (Sonntag ab 0.30 Uhr).

Beide Rostocker Triathleten mussten in diesem Jahr passen und nehmen 2018 neuen Anlauf / Andreas kommentiert für das ZDF

Wurde dieses Jahr Europameister: Michael Raelert (37) FOTOS: OZ-ARCHIV

Drei Mal Ironman-Vizeweltmeister: Andreas Raelert (41)

Wie schwer fällt der Hawaii-Verzicht?

Michael Raelert: Extrem! Für uns lag der Fokus klar auf der WM. Ich hätte mich wahnsinnig gern in Bestform gezeigt, aber das sollte nicht sein. Ich lenke mich nun im Trainingslager in Thailand vom Trubel etwas ab.

Andreas: Etwas Wehmut ist dabei, denn ich bin das erste Jahr seit 2009 nicht in Hawaii am Start. Ich habe aus dem Vorjahr gelernt, als ich angeschlagen angereist bin – es hat nicht funktioniert. Diesmal hat mich die Achillessehne im linken Fuß geärgert, eine langwierige Geschichte. Ich kann in Hawaii nur topfit starten.

Wie fällt Ihre Bilanz in diesem Wettkampfjahr aus?

Michael: Durchwachsen. Der Titelgewinn bei der Ironman 70.3-EM war ein tolles Erlebnis, aber ich hätte gern nachgelegt. Gerade für den zweiten Teil der Saison hatte ich mir viel mehr erhofft.

Andreas: Unterm Strich sogar positiv. Ich konnte wegen der Verletzung im Vorjahr (Ermüdungsbruch im Oberschenkel/d. Red.) nicht so zielgerichtet trainieren wie nötig. Dafür waren die Ergebnisse aber vielversprechend.

Bleibt das Siegerpodest mit zwei Raelerts angesichts Ihrer gesundheitlichen Probleme ein Traum?

Michael: Eine ziemlich zugespitzte Frage. Im Moment sieht es ja so aus, als wären wir beide etwas offroad unterwegs. Aber das ist nur vorübergehend. Andy ist auf dem Weg zurück, bei mir ist es genauso. Wir haben beide das Potenzial, diesen Traum zu verwirklichen. Dieses Potenzial wollen wir ausreizen.

Andreas: Wenn ich verletzungsfrei bleibe, ist Hawaii 2018 realistisch. Ich weiß, dass ich im Spätherbst meiner Karriere bin. Wir werden unser großes Ziel weiter verfolgen, aber es wird natürlich von Jahr zu Jahr schwerer.

Was lässt sich schon über die Planung für 2018 sagen?

Andreas: Wenn die Verletzungssorgen beseitigt sind, möchte ich mich relativ früh der Hawaii-Qualifikation stellen. Wenn alles gut läuft, steige ich schon im April in Südafrika in die Saison ein.

Michael: Dafür ist es im Moment noch zu früh. Wir sind ja beide noch nicht ganz fertig mit dem Jahr 2017, auch wenn wir derzeit „nur“ trainieren.

Wo und wie verfolgen Sie den Hawaii-Triathlon?

Michael: Ich werde schauen, wie sich Andy als Kommentator beim ZDF schlägt. Da ich in Thailand bin, wird es für mich ein Internet- Ironman.

Andreas: Natürlich habe ich ein weinendes Auge, weil ich diesmal nicht in Kona am Start bin. Aber ich freue mich, das Rennen mal aus diesem völlig veränderten Blickwinkel zu sehen und zu kommentieren. Ich schöpfe daraus auch Motivation für das nächste Jahr.

Ihr Siegertipp?

Andreas: Jan Frodeno (Sieger 2015 und 2016, aus Köln) überstrahlt alles. Wird schwer, ihn zu schlagen.

Michael: Es wird hart zwischen Sebastian Kienle, Lionel Sanders, Tim Reed und Jan Frodeno. Auch Außenseiter haben eine Chance. Interview:

Kai Rehberg

OZ

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