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Schmach von Sydney getilgt

Fukuoka Schmach von Sydney getilgt

Die deutschen Schwimmer sind bei den Weltmeisterschaften in Japan auf dem besten Weg, ihr Debakel bei Olympia in Sydney vergessen zu machen. Gestern gab es die ersten beiden Goldmedaillen im Becken.

Fukuoka. Für Sportdirektor und Cheftrainer Ralf Beckmann sind die Goldmedaillen der Weltmeisterschaften von Fukuoka ein „wichtiges Zeichen für den Nachwuchs“ im Deutschen Schwimm-Verband (DSV). „Diese Weltmeistertitel sind ein Signal für die nachfolgenden Jahrgänge, sich ganz auf Athen 2004 zu konzentrieren“, sagt der neue Vormann des deutschen Schwimmsports.

Zweimal kurz hintereinander erklang gestern die deutsche Nationalhymne bei den Titelkämpfen: Für 800-m-Siegerin Hannah Stockbauer und die 4 x 100-m-Freistilstaffel der Damen. Für Beckmann war der zweifache Triumph ein „Signal für die Zukunft“. „Dieser Mannschaft macht es wieder Spaß, für Deutschland zu schwimmen. Ich habe immer gesagt, dass in diesem Team Substanz und Durchsetzungsvermögen steckt. Die Delle von Sydney haben wir an einem einzigen Tag ausgebeult.“

Hannah Stockbauer und Annika Mehlhorn sind für Beckmann wichtige Stützpfeiler in der Zukunftsplanung: „Die Karrieren der beiden stehen erst am Anfang.“ Die Weltmeisterin über 800 m Freistil aus Erlangen hatte schon oft ihr Potenzial aufblitzen lassen. Bei der Jugend-EM 1996 gewann sie erstmals Gold über 800 m Freistil. 1999 wurde die mittlerweile 19 Jahre alte Schülerin, die „mit Latein so einige Probleme“ hat, Europameisterin bei den „Großen“.

Annika Mehlhorn, die über 200 m Schmetterling in Europarekordzeit Silber holte, hatte schon bei der Kurzbahn-EM in Valencia mit einem Europarekord angedeutet, dass der internationale Klasse-Beweis auf der Langbahn nur noch eine Frage der Zeit war. Nachdem alle Schulprobleme gelöst sind, fühlt sie sich wie von einer Zentnerlast befreit: „Mein Kopf

ist wieder frei und ich kann mich endlich wieder auf den Sport konzentrieren.“

„Diese Mannschaft kämpft bis zum Umfallen, und das ist wörtlich zu nehmen“, sagt Beckmann. Sandra Völker war nach ihrem ersten Weltmeistertitel so fertig, dass sie sich erst einmal setzen musste: „Ich kann einfach nicht mehr.“ Nur neun Minuten, nachdem sich die Weltrekordlerin über 50 m Rücken für das Finale qualifiziert hatte, startete sie in der Staffel als Schlussschwimmerin.

Danach gab Völker alle Komplimente an die Kolleginnen weiter: „Petra Dallmann ist hervorragend gestartet und Katrin Meissner hat eine Traumzeit geschwommen.“ Die 27-Jährige aus Berlin ließ ihren Tränen freien Lauf: „An einem solchen Traumtag kann man einfach nur noch glücklich sein.“ Bei Olympia war mit Platz vier statt Gold noch alles schief gegangen. „Wir haben alle aus Sydney gelernt und sind hoch motiviert nach Japan gekommen“, sagte Aktivensprecherin Sandra Völker und fügte hinzu: „Besser konnte es am Anfang doch gar nicht laufen.“ Mit dem Gold in Fukuoka hat die Zukunft begonnen.



CHRISTOPH FISCHER

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