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Sportmix „Schweini“ und die Iberokatarer
Sportbuzzer Sportmix „Schweini“ und die Iberokatarer
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00:04 17.01.2015

„Hallo, Schwein-stiegr, hallo, here!“ Die Bayern sind am Ende. Mit dem Training. Pep und seine sieben Co-Trainer trieben sie mit Verschieben, Dauerflanken und Sechs gegen Fünf mit Stoppuhr schön in den Schweiß. Doch jetzt geht das Geschiebe weiter — hinterm Absperrgitter. Die Autogrammjäger sind dran. Doch „Schwein-stiegr“ schlendert vorbei. Ab zum Klamottenwechseln und dann in den Golfcaddy, der ihn 200 (!) Meter zum Hotel chauffiert.

Seitdem die Bayern in Doha in der piekfeinen Aspire-Academy logieren, der Sporttraumwelt mit zig Plätzen und Arenen, drehen die Jung-Katarer durch. In den ersten Tagen platzten sie trotz aus Bayern eingeflogener Security sogar mitten im Training aufs Feld. Seitdem stehen Gitter. Bei Schalke und St. Petersburg nebenan nicht...

Für das Schaulaufen auf zwei Plätzen wurden sogar Schatten spendende Zelte für TV-Teams aufgestellt. „Das ist eine andere Welt, aber schön zu sehen, dass da Feuer und Spaß drin ist“, sagt Ex-Welthandballer Daniel Stephan, jetzt Experte für Katar-TV. Neben ihm stehen die Köpfe der Bundesliga, Frank Bohmann und Uwe Schwenker. Handball trifft Fußball. Beide hatten zuvor die „Come on Jungs“- Videobotschaft von „Schweini“ und Kollegen an die Handballer eingetütet. Und: Die Bayern schauten auch in weltmeisterlicher Abordnung (Neuer, Schweinsteiger, Müller, Boateng, Götze) gestern beim Spiel aus der Loge zu, hofften, dass Gensheimer & Co. es besser machen als sie zuletzt beim 0:2 in Warschau.

„Mia san mia“ sind immerhin echte Fans. Anders als die verschleierten Katarer. Für „ihr“ Import-Team trommelten ja rund 80 Spanier. Die Scheichs ließen die Anhänger von Ciudad Encantada Cuenca einfliegen, bezahlten Flug, Hotel, Tickets. Kostenpunkt: 120000 Euro. Die Iberokatarer müssen bald wieder für „ihr“ Team trommeln — gegen Spanien.



OZ

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