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Segeln Anlegen am Sund: Marina ist begehrt
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00:00 14.08.2018
Bärbel und Georg Klusacsek (v.l.) kommen gerade von der Insel Hiddensee. Sie nutzen Stralsund als Durchfahrtshafen. Quelle: Fotos: Moritz Naumann
Stralsund

„Wir weisen niemanden ab“, sagt Hafenmeister Stefan Wegner. Während des Sommers war die Citymarina zum Teil zu 120 Prozent ausgelastet – oder besser gesagt überbelegt. Und zwar so sehr, dass „Päckchen“ gebaut werden mussten. Das bedeutet, die Segelschiffe werden hintereinander geparkt, sodass man über andere Schiffe spazieren muss, um das eigene zu erreichen. Die hohe Auslastung spreche sowohl für die Attraktivität von Stralsund, als auch der Marina, sagt Wegner zufrieden.

Hunderte Segler kamen in diesem Sommer nach Stralsund und sorgten für einen vollen Hafen. Viele schwärmen von der Stadt – wenn da nicht die Sache mit den Toiletten wäre.

Von den etwa 350 Liegeplätzen im Stralsunder Hafen seien in der Regel 80 Prozent belegt. Die Auslastung ist aber eine temporäre Angelegenheit. „Die Hochsaison ist natürlich im Juli, wo die meisten Bundesländer Ferien haben“, erzählt Wegner. Da im Moment die Ferien vielerorts zu Ende gehen, lichte sich die Anzahl der Masten, die im Sommer das charakteristische Bild der Hafenmeile prägen.

Wegner ist nun schon im zehnten Jahr Hafenmeister. In seinem Beruf hat er viel Kontakt zu internationalen Gästen: „Auch wenn die meisten Segler aus MV und Schleswig-Holstein kommen, haben wir auch ab und an internationalen Besuch. Vor allem aus Skandinavien, aber manchmal auch exotischeren Ecken – Australien oder Neuseeland. Das ist dann schon ein Highlight“, sagt Wegner.

Am letzten Steg der Marina macht das Ehepaar Bärbel und Georg Klusacsek ihren Segler „Solveig“ fest. „Wir wollten einen Platz mit einem schönem Blick auf die Stadt und den haben wir jetzt bekommen“, freut sich Bärbel Klusacsek. Das Ehepaar kommt aus einem Dorf bei Hamburg und ist seit dem 1. August auf der Ostsee unterwegs. „Wir sind flexibel. Wir haben etwa fünf Wochen eingeplant.“ Auf der Reise gebe es nur ein Ziel, welches pünktlich erreicht werden muss: Eine Hochzeit von Freunden auf Ummanz. Vor vier Jahren waren die Klusacseks das letzte Mal in Stralsund:„Es ist spannend, wie die Stadt sich entwickelt. Alles ist so schön erhalten und gepflegt. Ganz anders als an den westlichen Häfen. Travemünde zum Beispiel. Gruselig“, sagt Bärbel Klusczek und lacht. Einziger Wehrmutstropfen beim Aufenthalt in Stralsund: „Es gibt zu wenig Toiletten und Duschen bei der Marina. Die sind ja gerade im Bau.“ Laut Hafenmeister Wegner sollten diese auch schon längst fertig sein, „aber da die Baufirmen ihre Termine nicht einhalten, wird es mit der Inbetriebnahme der schwimmenden Sanitäranlage vor 2019 nichts“.

„Es ist so schön hier. Wir werden um einen Tag verlängern“, sagt Peter Otte, nachdem er das Büro von Hafenmeister Wegner betritt. Seine Frau Bettina Otte-Benz und er kommen aus Bielefeld in Nordrhein-Westfalen. Mit ihrem Katamaran sind die beiden seit fast 30 Jahren auf den unterschiedlichsten Meeren zuhause. „Die größte Reise ging ein Jahr über den Atlantik in die Karibik und wieder zurück.“ Das Paar hat viel erlebt und gesehen, ist von Stralsund aber besonders begeistert: „Wir waren in Wolgast, Greifswald und Ueckermünde, aber Stralsund ist so hervorragend restauriert, sauber und angenehm, die anderen Städte erreichen das nicht“, sagt Otte-Benz.

Stralsund gelte für viele Segler als Zwischenziel und Durchfahrtshafen auf dem Weg nach Stettin, bestätigt Hafenmeister Wegner: „Die durchschnittliche Verweildauer beträgt zwei Tage.“ Doch eine schöne Stadt und der gute Service lassen das Ehepaar Otte noch etwas länger verweilen: „Schon als wir eingelaufen sind, wurden wir vom Personal empfangen und direkt in einen Platz eingewiesen. So etwas haben wir in keinem Hafen erlebt.“

Moritz Naumann

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