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Ski alpin Deutsche Slalomfahrerinnen enttäuschen bei Shiffrin-Show
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19:02 03.01.2018
Siegte souverän beim Slalom-Weltcup in Zagreb: Mikaela Shiffrin. Quelle: Giovanni Auletta
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Zagreb

Bei der nächsten Slalom-Show von Mikaela Shiffrin blieb den deutschen Skirennfahrerinnen wie der versammelten Konkurrenz nur die Zuschauerrolle.

Den schwierigen Torlauf von Zagreb beendete Marina Wallner als beste DSV-Starterin auf Rang zwölf und hielt den Schaden damit immerhin noch einigermaßen im Rahmen. Weil Christina Geiger als 19. und Lena Dürr abgeschlagen auf Rang 29 aber weit hinter ihren Möglichkeiten blieben, verpassten die Deutschen erstmals in der Saison die Top Ten in einem Weltcup-Slalom.

Von den Ski-Sphären einer Mikaela Shiffrin war das Trio weit entfernt - ähnlich wie die meisten anderen Konkurrentinnen der amerikanischen Ausnahmesportlerin. Sie setzte sich mit dem beeindruckenden Vorsprung von 1,59 Sekunden auf Wendy Holdener aus der Schweiz durch. Die Schwedin Frida Hansdotter hatte als Dritte 2,11 Sekunden Rückstand.

„Ich bin wirklich in guter Form, das stimmt“, sagte Shiffrin im ORF, nachdem sie den widrigen Bedingungen am Bärenberg mit Regen, Schnee, Winden und malträtierter Piste getrotzt hatte. Als Lohn für ihren 38. Sieg im Weltcup und den 28. in einem Slalom gab es eine schmucke Silberkrone, die sogenannte Snow Queen Trophy. „Die ist wunderschön, eine meiner Lieblingstrophäen“, berichtete Shiffrin nach ihrem Lauf.

Die Zahlen der erst 22 Jahre alten Amerikanerin sind beeindruckend: In zuletzt 24 Slaloms raste sie 23 Mal auf das Podest, 19 Mal gewann sie. Nur vor einem Jahr in Zagreb schied Shiffrin im Torlauf aus. In der ewigen Bestenliste ließ sie die Österreicherin Marlies Schild, heute Raich, hinter sich. Im Gesamtweltcup hat sie mit 1081 Punkte mehr als doppelt so viele wie Verfolgerin Viktoria Rebensburg (510).

„Das ist ein bisschen deprimierend“, sagte Geiger stellvertretend für die Shiffrin-Konkurrentinnen nach dem ersten Lauf, als der US-Star schon 1,41 Sekunden schneller war als Holdener auf Rang zwei und die deutschen Starterinnen sogar dreieinhalb Sekunden distanziert hatte.

Im Finale machte immerhin Wallner acht Plätze gut - happy war sie dennoch nicht. „Ich bin mit beiden Läufen nicht ganz zufrieden“, sagte die 23-Jährige im ZDF. „Ich weiß, dass ich mehr kann. Schade, dass ich das nicht umgesetzt habe.“ Die Sportlerin aus Inzell analysierte, dass sie unter anderem in der Skiführung zu breit werde. „Mir ist immer der Außenski weggegangen, das ist nicht schnell.“

Während Wallner, Geiger und Dürr das Rennen schnell abhaken können, vor allem weil sie ihre Olympia-Qualifikation schon geschafft haben, müssen die Herren am Donnerstag (12.45/16.30 Uhr) liefern, allen voran Linus Straßer. Der Drittplatzierte des City-Events von Oslo am Neujahrstag benötigt noch einen Top-Acht-Platzierung oder zwei Ränge unter den ersten 15, um sicher in Südkorea dabei zu sein.

dpa

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