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Ski alpin Rebensburg startet in den Olympia-Winter: „Ich hab' Bock“
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13:36 27.10.2017
Startet beim Riesenslalom in Sölden in die Saison: Skiass Viktoria Rebensburg. Quelle: Georg Hochmuth
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Sölden

Viktoria Rebensburg steht auf einem Parkplatz der Gondelbahnen in Sölden und demonstriert ihre Lockerheit vor dem ersten Saisonrennen. „Auf der Couch“, antwortet Deutschlands beste Skirennfahrerin auf die Frage, wie sie sich auf den Olympia-Winter vorbereitet hat.

Rebensburg grinst und schiebt dann schnell hinterher: „Na, ich war viel unterwegs.“ Die Botschaft: Ich bin entspannt, und ich bin gut vorbereitet.

Mit dem Riesenslalom auf dem Rettenbachgletscher beginnt die Saison für Rebensburg und die drei anderen nominierten Fahrerinnen des Deutschen Skiverbands - Jessica Hilzinger, Patrizia Dorsch und Maren Wiesler - am Samstag (10.00/13.00 Uhr) endgültig. Für Rebensburg, die Riesenslalom-Olympiasiegerin von 2010, wird es der erste Gradmesser, ob sich all die Analysen, Veränderungen und Anstrengungen nach der durchwachsenen WM-Saison bezahlt machen. Und ob sie in den kommenden Monaten eine Chance hat, Rennen zu gewinnen, Punkte zu sammeln, bei Olympia in Pyeongchang um Medaillen und am Saisonende auch um Kristallkugeln fahren zu können.

„Der Riesentorlauf ist auch für sie eine wichtige Basis, um sich auch im Speed weiter zu steigern“, sagt der neue Damen-Cheftrainer Jürgen Graller. Der Nachfolger von Markus Anwander soll dafür sorgen, dass Deutschlands Antwort auf Spitzenfahrerinnen wie Lara Gut (Schweiz), Mikaela Shiffrin (USA) oder Anna Veith (Österreich) mittelfristig nicht nur Viktoria Rebensburg heißt. Und, dass die 28-Jährige vom SC Kreuth bis dahin dennoch eine ernste Bedrohung für alle Ambitionen der Konkurrenz bleibt - oder, genauer: wieder wird.

„Das Gefühl ist schon ein ganz spezielles, wenn man hier ins Tal fährt vor dem Rennen und weiß, es geht wieder los. Das ist vor keinem Rennen so wie hier“, erzählt Rebensburg, gekleidet in der neuen schwarz-weißen Team-Jacke. „Ich will richtig heiß sein. Ich weiß, wie es ist, wenn man von der Couch aus zuschauen muss. Deswegen will ich das genießen.“

Vor zwölf Monaten kam ihr ein Schienbeinkopfbruch im rechten Knie in die Quere. Von den verpassten Trainingseinheiten und dem verpassten Saisonstart hat sie sich die ganze Saison über nie richtig erholt, die WM in St. Moritz verlief mit Platz vier im Super-G, Rang elf in der Abfahrt und einem Ausfall in ihrer Kerndisziplin Riesenslalom enttäuschend. 2017 sind die Vorzeichen viel besser: „Letztes Jahr waren es sechs, jetzt sind es 28 Trainingstage“, erzählt Rebensburg, sie sei „zwei Monate lang fast jeden zweiten Tag auf Ski gestanden“.

Noch im Frühjahr hat sie nach einer schonungslosen Analyse mit ihrem Team zudem ein Trainingscamp in Norwegen an die Saison gehängt, sie will sich viel häufiger schon im Training mit den besten der Welt vergleichen. Zuletzt war Gesamtweltcupsiegerin Shiffrin das Maß aller Dinge. „Da weiß man dann, wo man steht“, sagt Graller und prognostiziert: „Unabhängig vom Samstag weiß ich, dass wir auf einem guten Weg sind.“ Rebensburg sei „fit und weiß, wo sie hin will“. Oder, in ihren Worten: „Ich hab' Bock.“

dpa

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