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Tour-Spitzenreiter Froome gibt sich keine Blöße

Chorges Tour-Spitzenreiter Froome gibt sich keine Blöße

Der Brite gewinnt das schwere Einzelzeitfahren über 32 Kilometer. Andreas Klöden als bester Deutscher auf Platz 21.

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2013 das Maß aller (Tour-)Dinge: Christopher Froome.

Quelle: AFP

Chorges. Nach dem dritten Etappensieg des Tour-Dominators Christopher Froome nimmt der zweite Gesamtsieg eines Briten immer konkretere Formen an. Von den Champs -Élysées trennen den Träger des Gelben Trikots nur noch vier Etappen. Froome baute seinen Vorsprung im Gesamtklassement beim gestrigen Einzelzeitfahren auf den 32 Kilometern zwischen Embrun und Chorges weiter aus. Den vermeintlichen Höhepunkt der 100. Tour de France, den heute anstehenden doppelten Anstieg nach L‘Alpe d‘Huez, nimmt er mit 4:34 Minuten Vorsprung auf den zweimaligen Toursieger Alberto Contador in Angriff.

Der Spanier verlor in Chorges als Tageszweiter neun Sekunden auf Froome, der bei den Zwischenzeiten noch zurückgelegen hatte und auf der Schlussabfahrt alles wieder hereinholte. Als Froome die Ziellinie als Schnellster passierte hatte, schüttelte Contador nur den Kopf. Erwartungsgemäß spielte Weltmeister Tony Martin, der auf dem Gipfel des letzten Anstiegs wie viele andere nach ihm auf seine Zeitfahrmaschine umstieg, bei der Vergabe der ersten Plätze keine Rolle. Der Sieger des Zeitfahrens von Mont Saint-Michel, damals knapp vor Froome, musste sich nach 54:39 Minuten mit Rang 27 begnügen, Altmeister Andreas Klöden kam als bester Deutscher auf Rang 21. Martin nutzte die Tagestour über zwei deftige Anstiege mit gefährlichen Abfahrten aber zu einem Test für zukünftige Tour-Aufgaben.

„Das war ein Zeitfahren, das mir nicht gelegen hat. Das wusste ich vorher, deshalb war es eine kleine Standortbestimmung: Wo stehe ich am Berg, was muss ich noch tun, um ganz vorne mitzuspielen ? Ich werde mich mit Trainern und Betreuern beraten, wo wir aktuell stehen“, erklärte der 28-jährige Wahlschweizer nach dem Rennen durch die traumhafte Alpenlandschaft.

Im kommenden Jahr will er als „neuer“, vor allem leichterer Tony Martin die Tour in Angriff nehmen und sich ernsthaft am Gesamtklassement orientieren. Seine Bilanz von gestern könnte lauten:

Da steht ihm noch viel Arbeit bevor.

Ein nächster Bergtest folgt heute auf der 18. Etappe, bei der der mystische Anstieg nach L‘Alpe d‘Huez erstmals zweimal gemeistert werden muss. Die Organisatoren rechnen mit 1,5 Millionen Fans am 13,8 Kilometer langen Aufstieg in den 1850 Meter hoch gelegenen Skiort. Für die Doppelbesteigung müssen die Fahrer die lebensgefährliche Abfahrt vom Col de Sarenne in Kauf nehmen. Die Straße ist nicht befestigt oder begrenzt.

Ergebnisse
17. Etappe, Einzelzeitfahren Embrunn — Chorges (32 km): 1. Froome (GB/Sky) 51:33 Minuten, 2. Contador (Spanien/Saxo) 0:09 Minuten zurück, 3. Rodriguez (Spanien/Katjuscha) 0:10, 4. Kreuziger (Tschechien/Saxo) 0:23, 5. Valverde (Spanien/Movistar) 0:30, 21. Klöden (Mittweida/Radio Shack) 2:46, 27. Martin (Cottbus/Quick Step) 3:06, 109. Greipel (Rostock/Lotto) 6:17, 132. Voigt (Grevesmühlen/Radio Shack) 6:47.

Gesamtwertung: 1. Froome 66:07:09 Stunden, 2. Contador 4:34 Minuten zurück, 3. Kreuziger 4:51, 4. Mollema (NL/Belkin) 6:23, 5. Rojas 6:58, 6. Rodriguez 7:21, 26. Klöden 37:15, 79. Voigt 1:41:43 Stunden zurück, 83. Geschke (Berlin/Argos) 1:44:52, 91. Burghardt 1:50:58, 106. Martin 2:01:16, 115. Degenkolb (Gera/Argos) 2:08:48, 124.

Greipel 2:20:59, 130. Fröhlinger (Gerolstein/Argos) 2:28:17, ... 133. Sieberg (Castrop-Rauxel/Lotto) 2:30:34, ... 169. Kittel 2:51:53.

Punktwertung: 1. Sagan (Slowakei/Cannondale) 377, 2. Cavendish (GB/Quick Step) 278, 3. Greipel 223, 4. Kittel 177.

Bergwertung: 1. Froome 83 Punkte, 2. Rojas (Kolumbien/Movistar) 66, 3. Iturralde (Spanien/Euskaltel) 53.

 

OZ

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