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Sportmix „Überwältigend“ – Duisburg und Kiel feiern
Sportbuzzer Sportmix „Überwältigend“ – Duisburg und Kiel feiern
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00:00 15.05.2017

. Die 2. Fußball- Bundesliga hat zwei altbekannte Gesichter zurück. Der MSV Duisburg und Holstein Kiel haben den Aufstieg aus der 3.

Liga einen Spieltag vor Saisonschluss sicher. Der MSV ließ nach dem sicheren 3:0 (1:0) bei Fortuna Köln ebenso die Korken knallen wie die Kieler Störche nach dem 1:0 (1:0) bei der SG Sonnenhof Großsapach. Und sie bekamen sofort Glückwünsche von höchster Stelle.

Den Betriebsunfall des Abstiegs hat der MSV Duisburg nach nur einem Jahr behoben. „Ich bin froh und erleichtert, dass wir es geschafft haben. Ich freue mich riesig“, sagte MSV-Coach Ilja Gruew, den die Fans nach dem Schlusspfiff auf den Schulter über den Rasen trugen. Für den Verein, der 1963 zu den Gründungsmitgliedern der Bundesliga gehörte, ist es nach 1989 und 2015 der dritte Aufstieg in die 2. Liga. „Einfach geil“, jubelte Mittelfeldspieler Ahmet Engin. Und Mannschaftskollege Enis Hajri befand: „Es ist einfach überwältigend, was wir gerade erleben dürfen.“

Erst vor einem Jahr waren die „Zebras“ abgestiegen, als sie in der Relegation den Würzburger Kickers unterlagen. Doch mit Cheftrainer Gruew, seit November 2015 im Amt ist, stellte Sportdirektor Ivica Grlic anschließend eine Mannschaft zusammen, die die 3. Liga dominierte. „Ich habe nie am Aufstieg gezweifelt“, sagte Grlic. Seit dem 4. Spieltag rangiert Duisburg in der Aufstiegszone, ist seit dem 9. Spieltag durchgängig Tabellenführer. Allerdings profitierte der MSV in der Zeit von den Schwächen der Verfolger: Im Herbst blieb das Team trotz einer Serie von fünf sieglosen Partien weiterhin Spitzenreiter in der 3. Liga.

„Der Verein hat sich das verdient, die Fans, die ganze Stadt. Und wir Jungs verdienen uns das auch. Das ist einfach ein geiler Tag“, jubelte Kiels Kapitän Rafael Czichos überwältigt umringt von rund 1000 Schlachtenbummlern, die das Spielfeld nach dem Abpfiff gestürmt hatten. 

Auch die anderen Kieler Protagonisten waren außer sich. „Was die Jungs vor allem in den letzten zwei Monaten geleistet haben, war der absolute Wahnsinn. Ich bin unheimlich stolz auf die Mannschaft, auf alle Mitarbeiter. Heute ist Holstein-Tag“, befand Sportchef Ralf Becker im NDR-Fernsehen. Wie die Feier in der Nacht nach der Rückkehr an die Förde aussehen sollte, wusste Becker angeblich noch nicht: „Wir haben nichts geplant.“ Aber wenigstens die Eckdaten gab Becker schon mal vor: „Bis jetzt war Liga. Jetzt heißt es: Füße hochlegen, Gas geben, feiern, trinken.“ Die Spieler werden auch da vorneweg gehen. „Das ist ein unfassbares Gefühl, so haben wir uns das in der Woche vorgestellt. Ein absoluter Traum“, meinte Mittelfeldspieler Dominick Drexler, einer der Eckpfeiler des erfolgreichen Aufstiegsteams. Der beste Saisontorschütze wusste nicht so recht, wie ihm geschah. „Ich kann es noch nicht beschreiben“, gestand Kingsley Schindler.

OZ

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